Ukrainischer Krieg: Deshalb ist Munition wichtig für den Cheetah-Panzer

Die Bundesregierung will insgesamt 50 Cheetah-Flugabwehrpanzer in die Ukraine schicken. In diesem Monat sollen die ersten 15 Einheiten an der Front landen. Unter anderem Andrij Melnyk (46), Botschafter der Ukraine in Deutschland, freute sich darüber, dass „endlich Bewegung in die Sache kommt“.

Natürlich sollte die Munition auch mit der ersten Charge von Fahrzeugen geliefert werden, aber hier beginnt das Problem. Denn Munition ist nicht gleich Munition, wie Markus Richter dem Spiegel erklärt, der viele Jahre bei der Bundeswehr in der Luftverteidigung mit dem Gepard gearbeitet und auch Soldaten dafür ausgebildet hat.

Über die Art der Munition, die Deutschland an die Ukraine liefern will, ist wenig bekannt. Öffentlich wurde lediglich, dass es zunächst etwa 59.000 Aufnahmen geben soll. Das deutsche Magazin vermutet dafür einen konkreten Grund: Die Art der Munition kann entscheidende Hinweise darauf geben, wie die Panzer eingesetzt werden. Informationen, die man lieber nicht an russische Truppen weitergeben möchte.

Die Doppelgeschütze der Panzer feuern bis zu 1100 Schuss pro Minute

Doch eines war von vornherein klar: Die Beschaffung von Munition bereitete Kopfzerbrechen. Dieser wird in der Schweiz produziert. Der Bundesrat beruft sich jedoch auf Neutralität und verweigert die Erteilung einer Ausfuhrbewilligung. Daher ist Deutschland, das nicht über genügend Munitionsreserven verfügt, darauf angewiesen, dass andere Länder mit Geparden in ihren Streitkräften einen Teil ihrer Reserven verkaufen.

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Auch die Menge wurde kritisiert: 59.000 Schüsse reichten nicht aus, um den Flak-Panzer effektiv einzusetzen. Weil ihre Zwillingskanonen normalerweise bis zu 1100 Fleisch pro Minute schießen! Hochgerechnet auf 15 Tanks wird schnell klar, dass man mit dieser Lieferspanne nicht sehr weit kommen würde, wie auch Gepard-Spezialist Markus Richter erklärt.

Es macht aber auch deutlich: „Um ein russisches Erdkampfflugzeug wie die Suchoi Su-25 zu bekämpfen, werden in der Regel 15 bis 20 Schüsse abgefeuert“, erklärt der Experte. Will man eine Marschflugkörper abschießen, gibt es bis zu 30 Schuss. Richter ist zuversichtlich, dass die von Deutschland gelieferte Munitionsmenge ausreicht, um “mehrere Ziele” zu bekämpfen.

Munition für Land und Luft

Auch die Art der mitgelieferten Munition ist entscheidend. Ursprünglich wurde der Flugabwehrpanzer entwickelt, um der eigenen Offensive aus der zweiten Reihe Rückendeckung zu geben und mit immenser Feuerkraft Luftangriffe feindlicher Truppen zu vereiteln. Im Ernstfall könnten Geparden aber auch gepanzerte Bodenziele zerstören.

Daher gibt es zwei Arten von Standardmunition für Geparden, eine für Bodenziele und eine für Luftziele. Erstere sind Sprenggeschosse mit kurzer Reichweite, letztere panzerbrechende Geschosse mit großer Reichweite: die sogenannte FAPDS-Munition.

Allerdings: Richter befürchtet, dass Deutschland nicht genügend wertvolle FAPDS-Munition finden wird. Zu dieser Zeit müssten ukrainische Gepardenbesatzungen auch Luftziele mit weniger starker Bodenmunition bekämpfen.

Hightech-Munition gegen Drohnen und Co.

Die neueste Version des Cheetah kann sogar Marschflugkörper, Raketen und Drohnen aus dem Spiel nehmen, allerdings nur mit Raketen, die noch mehr auf Hochtechnologie basieren: der sogenannten AHEAD-Munition.

Dies sind programmierbare Projektile, die sich in die Luft öffnen und Wolken aus kleinen Fragmenten freisetzen. Allerdings ist laut “Spiegel” unklar, ob diese Art von Munition in der Ukraine eingesetzt werden soll. (chs)

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