Auf dem Weg zur Arbeit stolperte Stephan Mayer (50) im Garten der Schneisingen AG über ein Verkaufsplakat für eine Liegenschaft von 1956. Der gelernte Tischler und Vater von drei Töchtern wurde sofort als Interessent kontaktiert. Wenige Tage später erhielt der Familienvater einen Anruf, weil dem vermeintlichen Käufer ein Bankdarlehen verweigert wurde. „Der Besitzer war ein Bewohner des Pflegeheims, in dem ich als Hausmeister arbeitete. Er wollte eine Familie zu Hause haben. Das war mein Vorteil“, sagt Mayer.
Altes Haus mit kleinen Zimmern und großem Garten
Es ist ein einfaches Haus mit kleinen Räumen, wie es noch einige wenige dieser Bauart im Bezirk der Gemeinde Aargau in Schneisingen gibt. Ein kleines Badezimmer im Erdgeschoss, eine weitere kleine Toilette mit Toilette im Obergeschoss, eine geschlossene Küche und ein geschlossenes Mini-Wohnzimmer sowie ein kleines Schlafzimmer im Erdgeschoss.
Außerdem befinden sich im Obergeschoss drei weitere Schlaf- bzw. Kinderzimmer. „Wie so oft bei Eigenheimen in den 1960er-Jahren“, sagt Mayer. Aber das Haus hat einen großen Garten, was für die Familie mit den drei Mädchen ein Traum war.
Für Renovierungsarbeiten fehlt die Zeit und das Geld
Familie Mayer kaufte das Fünf-Zimmer-Haus mit rund 900 Quadratmetern Land 2007 für 570’000 Franken. Bis auf zwei Teppiche in den gehobenen Kinderzimmern ließen sie aus wirtschaftlichen Gründen alles stehen und das Glück schien perfekt, bis sich das Paar 2010 trennte und heiratete Stephan Mayer wurde mit seinen drei kleinen Töchtern allein im Haus zurückgelassen.
„Ich hatte andere Prioritäten. Mir fehlte die Zeit und das Geld für einen Umbau, vor allem, weil ich gerade dabei war, mich selbstständig zu machen“, sagt Stephan Mayer. Mayer hoffte auch, irgendwann einen neuen Partner zu finden und gemeinsam umzubauen und zu renovieren. „Vor fünf Jahren habe ich nur eine Wand eines kleinen Raums neben dem kleinen Wohnzimmer abgerissen, damit wir etwas mehr Platz im Wohnzimmer hatten.“
Umwandlungspläne mit dem neuen Lebenspartner
Mit Sandra Zehnder (52) fand die Kunsthandwerkerin im Frühjahr 2020 eine neue Liebe und gemeinsam schmiedete das verliebte Paar Pläne zur Umwandlung. „Wir haben einen ähnlichen Geschmack und waren uns immer schnell einig“, sagt Zehnder. Im Juni 2021 ist er in das Wohnhaus von Stephan Mayer eingezogen. Doch bereits im Herbst 2020 wurde eine neue Küche eingebaut und das Ehepaar plante, den Wohnraum im Erdgeschoss zu erweitern. Außerdem wollten sie den halboffenen Balkon als Esszimmer dämmen und erweitern und einen größeren Balkon mit gemütlicher Sitzecke schaffen.
Der Bauherr erklärt: „Es hat länger gedauert als erwartet, bis die Baugenehmigung vorliegt. Starten konnten wir erst im Oktober 2021. „Im hinteren Teil des Hauses hat das Ehepaar einen weiteren überdachten Wohnbereich mit Zugang zum neuen Essbereich geschaffen.“ Jetzt nutzen wir hauptsächlich diesen Hauseingang statt des alten Seiteneingangs weil es näher am Parkplatz liegt“, sagt Zehnder.
Geringe Kosten dank viel Eigenleistung
Im gesamten Erdgeschoss wurde ein neues Eichenparkett verlegt. Auch die alte, knackige Treppe im Dachgeschoss ist aus Eichenöl.
Das Geländer wurde von Sandra Zehnder poliert und sorgfältig lackiert. Auch einige Wände und Decken wurden gestrichen oder mit Holz verkleidet und die alten vorhandenen Einbauschränke erhielten einen neuen Anstrich.
Im kleinen Badezimmer im Erdgeschoss hat Tischler Mayer eine neue Holzdecke angefertigt und zwei neue Spiegelschränke eingebaut.
„Mehr war im Moment nicht genug“, sagt der Handwerker. Mayer hat bisher rund 130’000 Franken in den Umbau investiert. Seine Arbeit ist darin nicht enthalten. „Wir haben selbst verputzt, gestrichen und die Böden verlegt und nur für die vorgeschriebenen Elektro- und Abdichtarbeiten im erweiterten Wohnraum sowie für die Klempnerarbeiten Experten hinzugezogen“, sagt Mayer.
Bis April arbeitete das Ehepaar fast jeden Tag nach Feierabend und am Wochenende an dem Umbau. Tochter Aline, 20, lebt als einzige der älteren Töchter noch beim Vater. .
„Es war lehrreich für Lernende, die neben der Theorie in der Schule auch praktische Arbeit im Beruf leisten konnten“, sagt Mayer. Auch Freunde und Familie unterstützten ihn bei der Umbauaufgabe.
Genießen Sie und sparen Sie Geld für den nächsten Konvertierungsschritt
Bis auf wenige Kleinigkeiten ist der Umbau abgeschlossen und das Ehepaar freut sich, Haus und Garten nun im Sommer genießen zu können. “Wir mögen. Es ist nicht supermodern, aber ich möchte nichts anderes. Ich hätte mir dort ein neues Haus kaufen können“, sagt der Schreiner, der auch einige seiner Möbel selbst herstellte oder restaurierte.
Im Herbst will das Ehepaar die Fassade streichen und eine Heizung mit Wärmepumpe einbauen. In zwei, drei Jahren möchten Mayer und Zehnder im Garten arbeiten und unter anderem ein großes Gartenhaus und einen Seerosenteich bauen. Stephan Mayer: „Wir haben noch ein paar Pläne, aber in nächster Zeit müssen wir wieder anfangen zu gewinnen und zu sparen.“