Umbau zum Europaplatz: erste Sperre ab Montag

Anstelle einer Vollsperrung des Europaplatzes basiert der Umbau des Kreisverkehrs, der rein rechtlich gesehen nicht wirklich einer für seine Ampelanlage ist, auf mehreren Bauabschnitten mit Teilsperrungen. Die erste beginnt am Montag und soll bis zum 1. Juli dauern.

Der Schulkreis (B1) wird für einen Monat geschlossen und umgebaut. Mit Verspätungen sei „auf jeden Fall“ zu rechnen und „manchmal nur mit einer Spur zu rechnen“, sagt Rainer Irschik, stellvertretender Landesbaudirektor Niederösterreich. Sie können der Fahrt ausweichen.

Mehr Radwege und Bürgersteige

Der Europaplatz ist die wichtigste Kreuzung in St. Pölten, ist aber auch ein offiziell ausgewiesener Unfallschwerpunkt. Auf dem dreispurigen Platz kam es in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Unfällen, teils unübersichtlich, mit Ampelhäufung.

Im Zuge der Umbauarbeiten müssen weitere Radwege und Gehwege angelegt werden und damit für mehr Sicherheit für die schwächsten Verkehrsteilnehmer sorgen. Auch eine Neugestaltung der Promenade ist geplant. Große Flanierbereiche und Gastronomie entstehen, das Linzer Tor muss neu gestaltet werden. Außerdem werden der Europaplatz und seine unmittelbare Umgebung grüner: Ein spezielles Substrat soll den Bäumen mehr Wurzelraum geben, damit sie besser wachsen können.

Jonecko Arch3D So soll der Europaplatz nach Abschluss der Arbeiten im Herbst 2023 aussehen

Das 7,7 Millionen Euro teure Projekt Europaplatz soll voraussichtlich im Herbst 2023 fertiggestellt werden. Während der Bauphase soll der „fünfte Strahl“ des Europaplatzes, der durch die Linzer Straße ins Zentrum der Stadt führt, nicht ganz verschwinden, sondern soll deutlich eingeengt werden, sagt Christian Groissmaier, Koordinator des Projekts Europaplatz-Anlagen. Die Einfahrt in die Stadt werde weiterhin möglich sein, „aber das Verlassen des Promenadenrings wird nur noch nach Norden in Richtung Krems möglich sein.“

“Technisches Leben am Ende”

Eine Sanierung des Europaplatzes ist je nach Bundesland und Stadt dringend erforderlich. „Das technische Leben der Straße ist zu Ende, in den letzten Jahren kam es immer wieder zu Verkehrsunfällen durch Spurwechsel auf den verschränkten Kurzstrecken, und so haben wir uns entschieden, diesen Kreisverkehr in eine vierstrahlige Kreuzung umzuwandeln“, sagte er Rainer Irschik, Stv. Landesdirektor Straßenbau Niederösterreich.

Die Stadt nutzt den Damm und saniert die Wasserleitung und den Kanal im geschlossenen Bereich. „Die Wasserleitung ist etwa 95 Jahre alt“, sagt Christian Groissmaier, Koordinator des Projekts Europaplatz-Anlagen. “Es ist eine wirklich großartige Gelegenheit, aber natürlich ist es ein sehr knapper Zeitraum, weil wir nur die verfügbare Zeit haben, die wir für die großartige Arbeit haben.” Was mit dem Jakob-Prandtauer-Denkmal auf dem Europaplatz passieren soll, ist noch unklar.

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