Umstrittene Reise nach China – UN-Menschenrechtskommissarin Bachelet kritisiert kaum

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Bachelets Reise nach Xinjiang war längst überfällig gewesen. Das Ergebnis ist laut Aktivisten noch enttäuschender.

Am Ende ihres umstrittenen Besuchs in China vermied UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet Kritik weitgehend. Bachelet sagte auf der Abschlusskonferenz im südchinesischen Guangzhou, sein Besuch sei keine “Ermittlung”.

Er forderte die chinesische Regierung auf, ihre Anti-Terror-Maßnahmen zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie internationalen Menschenrechtsstandards entsprechen, sagte er. Er äußerte keine direkte Kritik.

Kritik an Menschenrechtsorganisationen

Internationale Aktivistengruppen zeigten sich enttäuscht. „Der Hochkommissar hat der chinesischen Regierung politischen Erfolg beschert“, sagte Kai Müller, Geschäftsführer der NGO International Campaign for Tibet.

Bachelet nannte die chinesische Regierung keine „systematischen und entsetzlichen Menschenrechtsverletzungen“.

Während ihrer sechstägigen Reise besuchte Bachelet, 70, die Städte Kashgar und Urumqi in der Region Xinjiang im Nordwesten Chinas, wo Hunderttausende Menschenrechtler sagen, Uiguren und Angehörige anderer Minderheiten seien wieder aufgenommen worden. -Bildungslager.

Bachelet traf sich auch mit hochrangigen Regierungsbeamten. Nach eigenen Angaben erhielt er auch unbeaufsichtigten Zugang zu Angehörigen der Zivilgesellschaft und religiösen Gruppen.

Die Erwartungen waren hoch

Mit Bachelet ist erstmals seit 17 Jahren wieder ein UN-Menschenrechtsbeauftragter in die Volksrepublik China gereist. Dem Besuch war ein langes Tauziehen vorausgegangen.

Titel: Bachelet traf sich auch mit Außenminister Wang Yi in China. Schlussstein

Seit 2019 hatte Bachelet eine Einladung aus China. Peking wollte deswegen zunächst nicht in seine Bedingungen eintreten. Dazu gehörte der ungehinderte und unbeaufsichtigte Zugang zu Gesprächspartnern, die das Bachelet-Büro selbst wählen wollte.

In seiner ersten Rede vor dem UN-Menschenrechtsrat sprach er von “zutiefst beunruhigenden Anschuldigungen über willkürliche Inhaftierungen von Uiguren und anderen muslimischen Gemeinschaften (…) in sogenannten Umerziehungslagern in ganz Xinjiang”.

Warten auf Bachelets Bericht über die Uiguren

Doch ein vor Monaten mit Spannung erwarteter Bericht seines Büros zu Xinjiang ist noch nicht erschienen. Beobachter vermuten den Gegendruck aus China, das eine Ankündigung vor den Olympischen Winterspielen in Peking oder vor dessen Besuch vermeiden wollte, wie berichtet.

Das Vorgehen brachte ihm viel Kritik ein. Mit der Reise nach China steht aus Sicht von Aktivisten nicht nur die eigene Glaubwürdigkeit auf dem Spiel, sondern auch die des Menschenrechtssystems der Vereinten Nationen, in dem China seinen Einfluss als Vetomacht im Sicherheitsrat der Vereinigten Staaten geltend macht.

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