Ungarn: Höhere Spritpreise für Ausländer sorgen für Chaos

Ab heute ist Schluss mit dem billigen Tanken in Ungarn. Der staatlich subventionierte Einheitspreis von 480 Gulden (1,24 Euro) pro Liter gilt nur für die Räumlichkeiten; Ausländer sollten den Marktpreis zahlen. Laut Autofahrerclubs ist dies nach EU-Recht nicht tragbar. Auch die praktische Umsetzung ist unklar. „Grundsätzlich schätze ich, dass das in der Box hinterlegt ist“, sagte ein ARBÖ-Sprecher. Das funktioniert aber immer noch nicht, wie das Beispiel OMV zeigt.

Die Verordnung, die gestern kurz vor Mitternacht im ungarischen Amtsblatt veröffentlicht wurde, verursacht an den örtlichen Tankstellen sowohl bei nicht-ungarischen Fahrern als auch dort Beschäftigten Stress. Konkret soll es auch an einer OMV-Tankstelle in Sopron Probleme geben.

„OMV arbeitet beispielsweise an der Implementierung von Kassensystemen, Computern usw., die heute Nachmittag implementiert werden soll“, sagte er. Bis zur Umstellung gilt für alle in der OMV die Regelung des Einheitspreises von 480 Gulden pro Liter. Tankstellenpartner seien “entsprechend informiert”. Theoretisch dürften die Österreicher also heute noch einen letzten günstigen Benzintank ergattern können.

Nach den ungarischen Vorgaben soll die Registrierungsgebühr unterscheiden, welcher Preis erhoben werden soll. Die Regierung des rechten Ministerpräsidenten Viktor Orban hatte den Benzinpreis im November offiziell festgelegt. Die Verordnung soll sicherstellen, dass Autofahrer weltweit nicht unter steigenden Kraftstoffpreisen leiden müssen.

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