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FRANKFURT (dpa-AFX) – Die seit Monaten stark angeschlagene Uniper-Aktie ist nach einer Erholung am Vortag am Freitag wieder unter Druck geraten. Zuletzt notierten die Titel des Energieversorgers 6,5 Prozent im Minus bei 10,16 Euro und gehörten damit zu den schwächsten Titeln im Mittelfeld MDax. Am Vortag waren sie in einer Erholungsrallye um gut 9 Prozent in die Höhe gesprungen.

Uniper steht weiterhin im Fokus, weil ab Montag ein Stillstand für die reguläre Wartung der Pipeline Nord Stream 1 beginnen soll, die nach zehn Tagen Wartung dauerhaft stillgelegt bleiben könnte. Der Energiekonzern steckt wegen Gasknappheit und starker Abhängigkeit von Russlands Versorgung in Schwierigkeiten, am Nachmittag ist eine Pressekonferenz zu den Auswirkungen der Novellierung des Energiesicherungsgesetzes und den nächsten notwendigen Schritten angesetzt.

Uniper hat nach eigenen Angaben seit Mitte Juni nur noch 40 Prozent der vertraglich zugesicherten Gasmengen von der russischen Gazprom bezogen und musste sich Reservemengen zu deutlich höheren Preisen am Markt besorgen. Deshalb hat die Geschäftsführung kürzlich ihre Jahresziele aufgestockt und die Bundesregierung um Hilfe gebeten. Die Bundesregierung erwägt laut einem Pressebericht eine höhere Beteiligung an dem Kraftwerksbetreiber als aufgrund der prekären Finanzlage des Konzerns angenommen. Die Rede sei von über 30 Prozent, berichtete das Handelsblatt unter Berufung auf Privilegierte.

Barclays-Analyst Peter Crampton, schrieb Barclays-Analyst Peter Crampton, könne ohne ein anschließendes Übernahmeangebot gebaut werden und durch staatliche Garantien von der Bonität profitieren. Die Ausrufung der nächsten Stufe des Notfallplans der Regierung zur Gasversorgung hängt nun davon ab, ob und wie viel Gas Russland künftig durch die Pipeline North Stream 1 liefern wird.

Nach Kriegsausbruch in der Ukraine sank der Aktienkurs aufgrund der großen Beteiligung des Unternehmens in Russland zunächst auf 16,05 Euro. Ende Mai versuchte sich die Quote auf einem Niveau über 24 Euro zu stabilisieren. Seitdem hat das Papier in einem Monat mehr als die Hälfte seines Wertes verloren. Seit dem Jahreswechsel liegt der niedrigste derzeit bei rund 76 Prozent./edh/tih/jha/

ISIN DE000UNSE018

AXC0133 2022-07-08 / 11: 16

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