LISSABON (dpa-AFX) – Der Erreger des aktuellen Affenpocken-Ausbruchs ist einer Studie zufolge überraschend stark mutiert. Im Vergleich zu den verwandten Viren von 2018 und 2019 gebe es etwa 50 Unterschiede im Erbgut, schreibt ein Team aus Portugal im Fachblatt Nature Medicine. Das ist viel mehr, als nach bisherigen Schätzungen für diesen Erregertyp zu erwarten gewesen wäre: etwa das 6- bis 12-fache. Der divergente Zweig könnte ein Zeichen für eine beschleunigte Evolution sein. Die Arbeit basiert hauptsächlich auf der Analyse portugiesischer Fälle.
Experten sprechen bisher von einer generell recht langsamen Entwicklung bei diesem Virustyp, insbesondere im Vergleich zu den sehr zahlreichen Mutationen bei Sars-CoV-2.