Chronik
Ein Wiener steht am Freitag in Korneuburg wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht. Er soll seine Lebensgefährtin im vergangenen November in Eibesbrunn (Kreis Mistelbach) mit seinem Auto tödlich verletzt haben. Laut Anklage war der 56-Jährige alkoholisiert.
09.09.2022 54.05.2022
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Ein Fußgänger fand die 49-Jährige am späten Abend bewegungslos und schwer verletzt am Straßenrand an der Einfahrt einer Tankstelle. Die Frau wurde reanimiert und mit dem Nothubschrauber in die Klinik in Donaustadt gebracht, starb dort aber einen Tag später in den frühen Morgenstunden.
Laut Obduktion war die Frau von einem Auto angefahren, aber nicht überfahren worden. Aufgrund verschiedener Verletzungen – darunter Serienrippenbrüche – kam es zu inneren Blutungen, die zum Tod des 49-jährigen Mannes führten.
49-Jähriger tot: Ergebnis der Obduktion steht fest
Verteidiger: „Schrecklicher Autounfall“
Die Polizei ermittelte zunächst wegen Mordverdachts. Der Partner der Frau, der den Abend mit der Frau verbracht hatte, wurde sofort angegriffen. Daher wurde zunächst Haft verhängt. Der Mann gestand vor dem Haftrichter, bestritt aber den Mord. Vielmehr sprach sein Verteidiger von einer unglücklichen Kette und einem “schrecklichen Autounfall”.
Damals fuhren der Angeklagte und die Frau gemeinsam in dem Auto – einem Dodge Ram – beide stark betrunken. An der Tankstelle ging die Frau auf die Toilette. Der Angeklagte fuhr im Kreis um den Parkplatz herum. Laut Anwalt muss er die Frau übersehen haben. Warum er die Tankstelle schließlich ohne die Frau verließ, ist nicht bekannt.
Im Zuge der Ermittlungen stellte die Staatsanwaltschaft jedoch keinen dringenden Tatverdacht auf Tötungsdelikte fest, sondern auf grob fahrlässige Tötung unter Alkoholeinfluss. Dafür muss sich der 56-jährige Friday selbst verantworten. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann bis zu drei Jahre Haft.