US-Archiv: Trump hat mehr als 700 Seiten vertraulicher Dokumente mitgenommen

Aktualisiert am 23.08.2022 um 22:39 Uhr

  • Donald Trump soll mehr als 700 Seiten geheimer Dokumente des Weißen Hauses mitgenommen haben.
  • Darunter sollen Briefe der höchsten Geheimhaltungsstufe sein.

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Nach dem Verlassen des Weißen Hauses nahm der frühere US-Präsident Donald Trump nach Angaben des US-Nationalarchivs mindestens 700 Seiten geheimer Dokumente mit. Einige von ihnen sind laut einem Brief an einen Trump-Anwalt, den das Archiv am Dienstagabend veröffentlichte, auf der höchsten Geheimhaltungsstufe eingestuft. Die Dokumente lagern auf Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida und wurden im Januar übergeben. US-Medien berichteten am Dienstag einhellig über den Brief, der auf den 10. Mai datiert ist, die “New York Times” stellte ihn online.

In dem Schreiben heißt es weiter, dass die Regierung “eine Bewertung möglicher Schäden vornehmen muss, die sich aus der offensichtlichen Art und Weise ergeben, in der diese Materialien gelagert und transportiert werden”. Der nun publik gewordene Austausch zwischen der Agentur und Trumps Verteidigern fand Monate vor der Durchsuchung des Eigentums des ehemaligen Präsidenten durch das FBI vor zwei Wochen statt. Andere Dokumente wurden beschlagnahmt, von denen einige als streng geheim eingestuft wurden.

Trump bittet um eine Überprüfung durch einen neutralen Experten

Die Suche hatte über die USA hinaus für Aufsehen gesorgt. Trump hatte argumentiert, er habe die während seiner Präsidentschaft beschlagnahmten Dokumentensätze freigegeben. Amtierende Präsidenten haben weitreichende Befugnisse zur Aufhebung der Geheimhaltung. Aber für die Zustellung von Dokumenten gibt es ein förmliches Verfahren mit mehreren hochoffiziellen Schritten. Trump behauptete auch, es gebe einen entsprechenden Dauerauftrag für alle Dokumente, die nach Hause gebracht würden.

Erst am Montag reichte Trump eine Klage gegen die Regierung ein und forderte, für die zuletzt beschlagnahmten Dokumente einen neutralen Gutachter einzusetzen und alle Ermittlungen bis dahin einzustellen. Die Entnahme der Dokumente durch Trump könnte eine kriminelle Handlung darstellen. Der 76-Jährige bezeichnet das Vorgehen des Justizministeriums gegen ihn jedoch als politisch motiviert, da er seit Wochen mit dem Gedanken liebäugelt, 2024 erneut für das Präsidentenamt zu kandidieren. (mt/dpa)

Aktualisiert am 19.07.2022 13:17

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