Van der Bellen: “Ich werde nicht in alle Schlachten starten”

Haben Sie sich schon einmal vorgenommen, an Silvester mit dem Rauchen aufzuhören?

Ich bestreite nicht, dass es gesundheitsschädlich ist und wenn möglich vermieden werden sollte. Statistisch scheint mir das eine Ausnahme zu sein, das kann ich akzeptieren.

Werden Sie diesmal in TV-Wahlduell auftreten?

Die Würde des Amtes steht dabei an erster Stelle und muss gewahrt werden. Wir werden sehen, wer die Opposition ist. Als amtierender Bundespräsident kann ich mich nicht mit ganzem Herzen auf all die willkürlichen Schlachten einlassen.

Die Pandemie erforderte einen ernsthaften Eingriff in die Bürgerrechte. Gab es Fehler?

Mit Sicherheit. Aber im internationalen Vergleich haben wir in Österreich ganz gut abgeschnitten. Zweimal dachten wir, die Pandemie sei vorbei, aber dann fing sie wieder an.

Dies wurde vor allem Altkanzler Sebastian Kurz vorgeworfen. Wie war Ihre Beziehung zu ihm?

Anfangs etwas schwierig, Stichwort: Nachrichtensteuerung. Wenn es überhaupt Kritik an der Bundesregierung gab, dann schon bei mir im Präsidialamt.

War er sensibel?

Ja. Aber dann stellte sich heraus, dass es eine gute Zusammenarbeit war.

Üben Sie nicht auch die Nachrichtensteuerung? Sein Vorgänger Heinz Fischer war viel offener, was Interviewanfragen anging.

Wenn das Ihr Eindruck ist, werde ich im zweiten Quartal etwas großzügiger sein.

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