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Österreichische Bässe geben am Vatertagssonntag durchschnittlich 47 Euro aus. Laut einer Studie der Wirtschaftsverbände ist dies der niedrigste Wert im Vergleich der Bundesländer. Am beliebtesten sind Gutscheine.
06.08.2022 13.08
Ab heute, 8.13 Uhr online
Während in Wien, Oberösterreich und Salzburg die hochgerechneten Pro-Kopf-Ausgaben laut Umfrage bei 63 Euro liegen, sind Niederösterreich und das Burgenland mit 47 Euro die günstigsten Spender. Dazwischen liegen die Bundesländer Steiermark und Kärnten mit 49 Euro sowie Tirol und Vorarlberg mit 55 Euro.
Der Bundesdurchschnitt liegt demnach bei 56 Euro. Damit geben sie pro Kopf 17 Euro weniger für Vatertagsgeschenke aus als am Muttertag. Allerdings: „Die Österreicher geben in diesem Jahr insgesamt rund 150 Millionen Euro für Vatertagsgeschenke aus“, sagte Rainer Will, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes. 57 Prozent wollen etwas erreichen.
Für Mode- und Drogeriehändler, Lebensmittel- und Gastronomiehändler garantiert dieser Einmaleffekt erhebliche Einnahmen. In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Mindtake hat der Handelsverband außerdem herausgefunden, was am häufigsten angeboten wird: Walzer (12 %), Süßigkeiten (11,5 %) und gemeinsame Ausflüge (11 %).
Nur zwei von fünf Familien feiern ihn gemeinsam
Margarete Gumprecht, Leiterin der Handelskammer der Wirtschaftskammer Wien, stellte am Dienstag deutliche Veränderungen im Vatertagsgeschäft fest: Im Schnitt würden die Wiener Spender ein Viertel mehr ausgeben als im Vorjahr. Obwohl nur vier von zehn Wienerinnen und Wiener (2021: fünf von zehn) dieses Jahr mit ihren Familien feiern würden, würden sie im Schnitt um die 61 Euro (2021: 48 Euro) deutlich mehr ausgeben. Das ist diesen Angaben zufolge „der höchste Wert im Bundesländervergleich, knapp vor Vorarlberg“.
Das liege laut Gumprecht vor allem daran, dass etwa im Einzelhandel mit Bekleidung, Schuhen und Lederwaren derzeit „Erholungseffekte“ in Wien zu spüren seien. Eltern konnten sich über einen neuen Badeanzug, ein neues Shirt, eine kurze Hose oder einen Gürtel freuen. Außerdem nutzt man gerne nützliche Dinge wie Grillutensilien, Werkzeuge oder Tankgutscheine. „Menschen machen Geschenke auf praktische und pragmatische Weise. Viele Anschaffungen wurden wegen der Pandemie länger verschoben.“