Verena Scheitz: „Singen ist immer etwas Positives“

NÖN: Spielen Sie ab diesem Freitag zu Hause auf dem „Weißen Rössl“ im Sommerlager Baden. Eine Kultrolle in einer absoluten Kultoperette. Wie spielt man diese Version von Rössl?

Verena Scheitz: Es ist eine sehr bunte und farbenfrohe Version, angesiedelt in den 50er und 60er Jahren, aber gleichzeitig traditionell und so inszeniert, wie man es kennt und erwartet. Die Rolle der Josepha wird von so vielen wunderbaren Schauspielerinnen modelliert und gezeichnet. Gleichzeitig sind diese Rollenbilder schwer zu spielen. Regisseurin Isabella Gregor macht das wunderbar.

Die Komödie ist fast 130 Jahre alt. Woher kommt auch für Sie diese ungebrochene Faszination für das Weisse Rössl?

Scheitz: Weil es in einem Bereich stattfindet, der fast unverändert geblieben ist. Dieser natürliche Edelstein prägt die Magie des Stückes. Das Buch ist unglaublich gut geschrieben. Die Charaktere sind zeitlos, man findet immer noch Typen wie den Kellner, der ein gutes Trinkgeld geben will. Und dann ist da natürlich noch die wunderbare Musik. Jeder Song ist ein Hit.

Deshalb gibt es am 26. August ein Lied für alle, die sich so richtig in das Weisse Rössl verliebt haben. Wie ist das?

Scheitz: Ich habe so etwas noch nie gemacht, ich freue mich darauf. Ich möchte auch, dass alle singen und schreien. Je stärker desto besser. Singen ist immer etwas sehr Positives, es erzeugt eine Schwingung in deinem Kopf, die dich nie negativ oder traurig zurücklässt.

Zu hören sind Schlager, Walzer und Foxtrott gemischt mit Volksmusik. Was macht dir am meisten Spaß?

Scheitz: Alles! Eigentlich bin ich sehr traurig, ich würde das alles gerne singen. Ich bin ein großer Fan der Operetten des Silberzeitalters sowie des Zinnzeitalters. Das ist genau meine Musik, ich bin damit aufgewachsen, weil sowohl mein Großvater als auch mein Vater die Operette sehr mochten. Es ist wunderbar, wieder im Weißen Rössl zu spielen. Ich war vor ungefähr 30 Jahren als Sekretärin tätig.

Was kommt als nächstes?

Scheitz: Noch eine Operette, nämlich die „Fledermaus“, ab 17.12. auch in Baden. Ansonsten mache ich einige Wohltätigkeitsveranstaltungen. Das nächste Kabarett kommt nicht schon im nächsten Herbst.

www.buehnebaden.at

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *