SPÖ, Arbeiterkammer und ÖGB haben eine Kürzung des „ersten Schulpakets“ des Sozialministeriums festgestellt. Statt der Materialpakete, die früher durchschnittlich 100 Euro wert waren, gebe es dieses Jahr nur noch Gutscheine im Wert von 80 Euro, kritisierte SPÖ-Bildungssprecherin Petra Tanzler (ehemals Vorderwinkler, Anm.). Die Anforderung war, dass diese Reduzierung rückgängig gemacht werden sollte; Stattdessen war eine Erhöhung erforderlich.
Noch schroffer reagierte SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner. „Inmitten der Inflationskrise kürzt die Regierung die Schulstarthilfe für besonders von Armut betroffene Kinder. Schade! Herr Bundeskanzler, kehren Sie sofort zurück oder kündigen Sie!“
Problem: Kinderarmut
Laut SPÖ wurden im vergangenen Jahr knapp über 41.000 Pakete ausgegeben. Der Gesamtwert der Ware wurde auf etwa 4,3 Millionen Euro geschätzt, was laut Berechnung einen Durchschnittswert von etwa 100 Euro ergibt. „Kinderarmut ist in Österreich schon jetzt ein großes Problem“, kritisierte die rote Bildungssprecherin. Die türkisgrüne Bundesregierung macht es noch schlimmer.
Auch Arbeiterkammer und ÖGB kritisierten die Kürzung. „Hier wird gekürzt für diejenigen, die dringend Unterstützung brauchen“, sagt Ilkim Erdost, Bildungsdezernent der Arbeiterkammer Wien. ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann bezeichnete das Vorgehen als „Fass ohne Boden“: „Die Rechnungen für Miete, Benzin, Sprit und Lebensmittel steigen. Von Armut betroffene Familien wissen nicht mehr, wie sie den Kopf raushalten sollen. Wasser.“
Weniger EU-Förderung
Das Sozialministerium erläuterte das Verfahren mit den geringsten EU-Mitteln. „Start-up School Packages“ werden von der EU mitfinanziert, die das Budget gekürzt hat. Dafür hat das Sozialministerium laut einer Mitteilung die Mittel für die Kampagne in diesem Jahr sogar noch einmal deutlich aufgestockt.