Versprechen des Ministers ein Jahr nach der Flut Es ist genug Geld für alle Opfer da

Düsseldorf – Nächste Woche ist es genau ein Jahr her, dass das verheerende Hochwasser in Nordrhein-Westfalen 49 Menschen das Leben gekostet und die Wohnungen und Häuser von Hunderten Menschen zerstört hat. Bauministerin Ina Scharrenbach (45, CDU) hat am Mittwoch eine Bilanz der Bauhilfe gezogen.

Diese Zahlen sind erschreckend: Obwohl Bund und Länder 12,3 Milliarden Euro für den Wiederaufbau Nordrhein-Westfalens beigesteuert haben, wurde das Antragsverfahren für den Wiederaufbau eine Woche nach der Katastrophe eröffnet. Tatsächlich werden aber „nur“ 1,6 Milliarden Euro für Eigenheime, kommunale Infrastruktur und Gewerbebetriebe gezahlt.

Bauministerin Ina Scharrenbach (45, CDU)

Foto: David Young / dpa

Von den 18.800 Anträgen betroffener Bürger seien laut Scharrenbach 94 Prozent geprüft oder bewilligt und rund 494 Millionen Euro ausgezahlt worden. Scharrenbach sagt mit Blick auf die deutlich höhere erwartete Summe: „Das Geld wird sicher reichen.“

Besonders betroffen war Erfstadt-Blessem (oben). Hier geht der Wiederaufbau gut voran (unten)

Foto: David Young / dpa

Bisher wurden mehr als 740 Millionen Euro für kommunale Umbaupläne bewilligt, zum Beispiel für Kindergärten, Feuerwehren, Schulen, Straßen und Brücken. Bewilligt wurden zudem knapp 163 Millionen Euro für Träger von Bildungs-, Kultur- oder Sporteinrichtungen, mit denen Vereine, Sportplätze oder Krankenhäuser wieder aufgebaut werden können. Es gibt auch Hilfen für die Landwirtschaft und die Wirtschaft.

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„Wir machen in NRW große Fortschritte beim Wiederaufbau“, sagte Scharrenbach. „Das war ein Kraftakt und ist es heute noch.“

► Im Antragsverfahren wurde vermutet, dass 196 Anträge über einen Betrag von 8,2 Millionen Euro betrügerisch waren, hauptsächlich bei Schäden am Hausrat. In zwei Fällen griffen die Ermittlungsbehörden ein.

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