Bei einer Bombenexplosion in einem somalischen Hotel sind mindestens 12 Menschen getötet und weitere verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen hat ein Selbstmordattentäter einen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen vor dem Hotel in der Stadt Jowhar nordöstlich der Hauptstadt Mogadischu zur Detonation gebracht, sagte ein Polizist. Auch der mutmaßliche Mörder starb.
Die in dem nordostafrikanischen Land aktive Terrormiliz al-Shabaab bekannte sich zu dem Anschlag und behauptete, Soldaten und Politiker getötet zu haben. Das angegriffene Hotel ist bei Politikern und Geschäftsleuten beliebt. Unter den Verletzten waren laut Polizei auch zwei Landräte.
Die Zahl der Todesopfer könnte weiter steigen, da die Explosion laut Augenzeugen und Polizei auch mehrere benachbarte Wohn- und Geschäftsgebäude beschädigte. Al-Shabaab verübt wiederholt Anschläge auf den verarmten Krisenstaat am Horn von Afrika mit rund 16 Millionen Einwohnern. Die Gruppe will die Regierung stürzen, um einen islamischen Staat zu errichten.