Gesundheitsminister Johannes Rauch hat bereits die Herbst-Maskenpflicht angekündigt, nun will er aber trotz Sommerwelle keine. Wie passt das zusammen?
Die Zahl der positiven Kronentests lag am Mittwoch erneut bei 10.898 im fünfstelligen Bereich. Experten rechnen in den kommenden Wochen mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Krankenhausbelegung und der Infektionszahlen.
Wie weit die Zahlen gehen könnten, traue er sich nicht zu sagen, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch. Die Grünen sind sich nur sicher, dass derzeit keine neuen Schutzmaßnahmen nötig seien. Später ist er sich aber auch ganz sicher: „Im Herbst können wir davon ausgehen, dass wir die Maske wieder haben.“
Blöd, dass es beim Virus wie bei Vivaldi ist: Man muss auf alle vier Jahreszeiten achten. Wenn es im Sommer statt im Herbst eine starke Welle gibt, machen jetzt die Regeln der Indoor-Öffentlichkeitsmasken Sinn. Als kleine Eingriffe sind sie besser als eine Niederkunft, wenn es zu spät ist. Und die „Eigenverantwortung“ der Bürger für Masken, auf die sich die Regierung beruft, hat dort ihre Grenze, wo es fast unmöglich ist, dem Virus im Alltag zu entkommen, weil die Zahlen zu hoch sind.
Aber Rauch hat Erfahrung im Umdenken. Im März verteidigte er das hintere Ende der Maske, um nach Zehntausenden von Infektionen zurückzukehren. Anschließend erklärte er, dass die Maskenpflicht bis zum 8. Juli erforderlich sei, um sie Anfang Juni erneut anzubieten. Er kann sie am 8. Juli wieder einführen.
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