Stand: 05.06.2022 15:24
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind inzwischen in den meisten westlichen Ländern mehr als 750 Pockenfälle bekannt. Die WHO stuft das globale Risiko einer Viruserkrankung weiterhin als moderat ein.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Zahl der bestätigten Fälle von Pocken bei Affen in Ländern, in denen das Virus sonst nicht zirkuliert, auf 780 gestiegen. Infektionen wurden vom 13. Mai bis zum 2. Juni aus 27 überwiegend westlichen Ländern gemeldet. wie von der UN-Organisation in Genf angekündigt.
Laut WHO sind hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, Männer betroffen, die Sex mit Männern haben. Die meisten Fälle (688) wurden aus europäischen Ländern gemeldet.
RKI: 65 Pockenfälle in Deutschland
Für Deutschland hat das Robert-Koch-Institut (RKI) kürzlich 65 Pockenfälle in neun Bundesländern gemeldet. „Wie Sie wissen, werden die meisten Betroffenen nicht ernsthaft krank“, sagte er. Es ist mit weiteren Fällen zu rechnen, das Risiko für die Allgemeinheit ist aber nach heutigem Kenntnisstand als gering einzuschätzen.
Die WHO stuft das Gesamtrisiko durch Affenpocken weiterhin als „moderat“ ein. Allerdings „könnte ein hohes Risiko für die öffentliche Gesundheit entstehen, wenn es dem Virus gelingt, in nicht endemischen Ländern zu einem verbreiteten menschlichen Krankheitserreger zu werden“, sagte er.
Der Tod als Folge ist sehr selten
Die Pocken gelten im Vergleich zu den seit 1980 ausgerotteten Pocken als weniger schwerwiegende Krankheit. Der Erreger wird hauptsächlich durch engen Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Die Symptome klingen in der Regel innerhalb weniger Wochen ab, können jedoch bei manchen Menschen zu medizinischen Komplikationen und in sehr seltenen Fällen zum Tod führen.
Laut WHO wurden in westlichen Ländern keine Todesfälle gemeldet, aber in diesem Jahr sind in fünf afrikanischen Ländern insgesamt 66 Menschen an Affenpocken gestorben.