Gepostet am 31. Mai 2022, 12:04 Uhr
Vor zwei Wochen starben auf der Fischfarm Baltschieder VS hunderte Bachforellen. Inzwischen ist klar, warum: Die Gülle ging ins Wasser.
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Eine ganze Ernte von Bachforellen wurde durch die Gülle aus dem Wasser ausgelöscht.
Fischerverein Visp
Der Schaden übersteige 10’000 Franken, sagt Richard Meichtry, Präsident des Fischereiverbandes Visper.
Fischerverein Visp
Wie genau das Gift in die Fischfarm gelangt ist, ermittelt nun die Walliser Kantonspolizei.
Fischerverein Visp
Mitte Mai starben auf der Fischfarm Baltschieder im Bezirk Visp hunderte Fische. Nun ist klar, warum: Gemäss «Walliser Boat» wurde in zwei Laborberichten Gift im Wasser gefunden. Entweder war es Gülle oder Dünger, der ins Wasser gelangte. Wie genau, ist derzeit unklar.
Richard Meichtry, Präsident des Fischereiverbandes von Visper, sagte der Zeitung, dass eine Tonne Bachforellen im vergifteten Wasser gestorben seien. Der Schaden übersteigt 10’000 Franken. Eine ganze Ernte von Bachforellen wurde mit der Marinade im Wasser ausgelöscht.
Für Meichtry überwiegt der emotionale Schaden den wirtschaftlichen Schaden: „Wir haben so viel Herzblut in die Aufzucht dieser Tiere gesteckt, wir haben alle Fische im Ei aufgezogen und wir haben gesehen, wie sie gewachsen sind. Es tat mir weh, diese Fische sterben und machtlos zu sehen. Und es war schwer, ihn loszuwerden.“
Es besteht kein Zusammenhang mit dem Tod von Gamsfischen
Meichtry mag nicht darüber spekulieren, wie das Gift ins Wasser gelangt ist. Gut möglich, dass keine böswillige Absicht dahintersteckt. Ziel des Fischerverbandes war es, eine Eigenbeteiligung aus Laborberichten auszuschließen. „Jetzt haben wir diese Gewissheit. Wir wissen, dass wir uns nicht geirrt haben“, sagte Meichtry.
Ebenfalls Mitte Mai wurden bei der Zuchtanlage Gamsen VS im Bezirk Brig hunderte tote Bachforellen entdeckt. Todesursache der Fische waren jedoch zwei verstopfte Rohre, die die Versorgung der Fischfarm mit Frischwasser verhinderten. Daher besteht kein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen, wie die Kantonspolizei Wallis auf Anfrage von 20 Minuten bestätigt. Die Ermittlungen zum Fischsterben in Baltschieder dauern an.
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