Vizemeister vs. Meister: Sturm nimmt das erste Top-Duell an

Sturm Graz vs. Red Bull Salzburg ist im Vergleich zur Vorsaison das Beste, was die österreichische Bundesliga derzeit zu bieten hat. Am Samstag (19.30 Uhr) findet in Graz das erste Saisonmeeting statt. Das 1:2 am 27. April war die letzte Niederlage für die „Bullen“, die Revanche wollen. Für die Steirer ist die Partie der Auftakt für ein paar heiße Wochen, in denen es auch um die Teilnahme an der Champions League geht.

„Am Samstag beginnt die intensive Phase, gefolgt von den besten Spielen und den größten Herausforderungen. Wir müssen unser maximales Potenzial abrufen“, mahnte Trainer Christian Ilzer an diesem Donnerstag. Nach Salzburg erwartet an diesem Mittwoch der ukrainische Rekordmeister Dynamo Kyiv einen Sturm in der dritten Qualifikationsrunde der Champions League. Die Abfahrt nach Lodz ist am Dienstag.

Der Start in die Ligasaison verlief mit einem 1:1-Unentschieden beim WAC am vergangenen Samstag durchwachsen, Ilzer bezeichnete die Leistung als „kaum zu steigern“. “Wir haben es nicht geschafft, fußballerische Lösungen gegen einen Hochdruckrivalen zu finden”, erklärte er. „Auf der anderen Seite haben wir in den letzten Spielen in Wolfsberg defensiv selten so wenig zugelassen. Und diese Woche haben wir daran gearbeitet, mehr Lösungen, mehr Optionen in unserem Spiel zu finden.“

Auch nach der x-ten Umbesetzung der Mannschaft im Sommer fanden die Salzburger schnell wieder in ihren Rhythmus. Ob im Pokal oder in der Bundesliga, Österreich gewann vergangene Woche mit 3:0. Auch im Testspiel gegen Liverpool am Mittwoch gab es mit einem knappen 1:0-Sieg ein Erfolgserlebnis. „Wir freuen uns natürlich sehr über den gelungenen Auftakt gegen Österreich, können das aber ganz gut einordnen. Einige Dinge haben wir schon sehr gut gemacht. Allerdings haben wir in einigen Bereichen noch Luft nach oben, das sind wir noch nicht.“ bei 100 Prozent“, erklärte Trainer Matthias Jaissle.

„An unser letztes Spiel in Graz haben wir nicht so gute Erinnerungen, das wollen wir diesmal besser machen“, ergänzte der Deutsche über Sturm und zollte dem Konkurrenten Respekt: ​​„Die Entwicklung von Sturm ist sehr gut. Die Grazer sind da sehr ambitioniert Saison. , und das zu Recht.” Stürmer Benjamin Sesko sagte: „Wir wissen, dass wir gegen Sturm Graz vorsichtig sein müssen und eine Topleistung brauchen. Sturm war letzte Saison unser härtester Gegner und sie haben die ganze Saison über sehr gut gespielt.“

Ilzer erwiderte dieses Lob auf seiner Pressekonferenz. “Die Mannschaft ist wieder stark”, sagte er über den Meister. “Ein klarer 3:0-Sieg gegen den Vorjahresdritten, und sie haben gestern gegen Liverpool große Stärke gezeigt.” Andererseits erlebte Salzburg in der Steiermark eine „unglaubliche Klasse“. “Die Basis wird eine überlegene Verteidigung sein, und wir müssen mit brutalem Vertrauen in unsere eigenen Stärken ins Spiel gehen.”

Sturm muss vorerst auf Stürmer Jakob Jantscher verzichten, der mit einem Wadenriss ausfällt. Der 33-Jährige habe am Donnerstag erstmals „aktiv auf dem Platz“ trainiert, verriet Ilzer, allerdings nicht mit der Mannschaft, sondern mit Physiobetreuern. Gänzlich ausschließen wollte der Coach einen Einsatz am kommenden Mittwoch aber nicht. Länger wird es bei Otar Kiteishvili dauern, der an einer chronischen Achillessehnenverletzung leidet. Ilzer wollte sich aber nicht beklagen, „weil wir eine gute personelle Dichte haben“.

Salzburg fehlt Rekord-Neuzugang Lucas Gourna-Douath, der sich im Training einen Bänderriss zugezogen hat. Justin Omoregie (Oberschenkel), Kamil Piatkowski (Oberschenkel) und Samson Tijani (Schien- und Wadenbein) fehlen ebenfalls. Ob Junior Adamu (Knie) und Nicolas Capaldo (Knöchel) die Reise in die Steiermark antreten können, bleibt abzuwarten.

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