Alle Sport-Vans, von Kia bis Porsche Lust-Laster – Sport-Vans auf einen Blick
Der neue M3 Touring lässt eine etwas aus dem Fokus geratene Fahrzeugkategorie wieder auferstehen: die Sportwagen. Grund genug, sich einen Überblick zu verschaffen, welche Modelle es heute noch gibt. Dabei knüpfen wir „Sport“ in „Sportkombination“ nicht explizit an eine Mindest-PS-Zahl, sondern an einen generellen sportlichen Ansatz, der mehr ist als Marketing-Showcases. Und die Tatsache, dass es für alle hier aufgeführten Modelle auch ziemlich konventionelle und zivile Versionen gibt, weshalb es keine Sport Turisme-Versionen des Porsche Panamera und des Taycan gibt. Außerdem wollen sie nicht Kombi genannt werden – und wer nicht will, hat sie schon. Um Ihnen gleich den Aufbau dieses Artikels zu erklären: Wir beginnen mit dem günstigsten Topmodell (Basispreise) und steuern dann den Maximalpreis an. Und eines stellen wir gleich vorweg fest: Es gibt mehr Sportswear als man denkt.
Kia Proceed GT
Eine Mischform macht den Anfang. Wobei man natürlich auch sagen könnte, dass dieser Shooting Brake dem Ansatz des Sportvans konsequenter folgt. Jedenfalls hat Kia den Proceed als GT ab 37.290 Euro im Angebot. Der Koreaner wird von einem 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 204 PS und 265 Newtonmeter Drehmoment bis 230 km/h angetrieben. Die Geschwindigkeit der Autobahn wird nach 7,9 Sekunden erreicht. Als Sportmodell verfügt er über Features wie ein 18-Zoll-Modell, eine Klappenabgasanlage, verschiedene Fahrmodi und Sportsitze. In puncto Kombiqualitäten bietet das Heckabteil Platz für 594 bis 1.545 Liter Gepäck, bis zu 459 Kilo können zugeladen werden. Das Schöne am Preis: Wer sich für den Proceed als GT entscheidet, bekommt bereits ein nahezu voll ausgestattetes Auto mit allen relevanten Assistenzsystemen. Lediglich elektrisch verstellbare und beheizbare Sitze (690 Euro) und ein Panorama-Glasdach (990 Euro) können verbaut werden. Für Sonderwünsche beim Lack veranschlagen Koreaner zwischen 220 und 820 Euro.
Ford Focus ST Turnier
Da es für die aktuelle Version des Ford Focus kein RS-Modell gibt, ist der ST die sportliche Speerspitze. Als Turnierwagen kostet der Kölner mindestens 38.850 Euro und ist als eines der wenigen aktuellen Autos mit Sechsgang-Schaltgetriebe erhältlich. Für Vortrieb sorgt der 2,3-Liter-Ecoboost-Benziner, den niemand im Mustang haben will. Das Gerät passt jedoch perfekt zum Focus ST. 280 PS und 420 Newtonmeter Drehmoment sorgen für ordentlich Druck, nette Features wie eine Doppelkupplungsfunktion (abschaltbar) und eine Launch Control (5,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h; Vmax bei 250 km/h ). ) sorgen für mehr Fahrspaß. Auch Ford bietet mit dem ST-Modell ein bereits gut ausgestattetes Auto an, allerdings ist der Optionskatalog länger als etwa bei Kia. So sind beispielsweise adaptive Matrix-LED-Scheinwerfer (1.150 Euro), eine Premium-HiFi-Anlage (500 Euro) oder ein Head-up-Display (450 Euro) erhältlich. Assistenzsysteme gibt es im Paket für 700 Euro. Serienmäßig an Bord sind Sportsitze, ein Sportfahrwerk und weitere Annehmlichkeiten wie die Integration von Smartphones, Sitzheizung, Ambiente- und Keyless-Beleuchtung. Das Volumen des Kofferraums reicht von 575 bis 1.620 Liter, maximal können 522 Kilo geladen werden.
Skoda Octavia Combi RS
Skoda kann sich aus dem Konzernregal bedienen und spendiert der starken Version des Octavia Combi den 245 PS starken Zweiliter-Benziner, der sonst im Golf GTI seinen Dienst verrichtet. 100 km/h sind in 6,7 Sekunden gestürmt, bei 250 km/h ist der Durchzug vorbei. Los geht es bei 43.110 Euro, dafür gibt es ein extrovertiertes farbiges Auto (mambagrün) mit schwarzen 18-Zoll-Rädern, Sportsitzen, Progressivlenkung, Sportfahrwerk, 10-Zoll-Infotainment, digitaler Kabine, Smartphone-Integration und LED-Lichtmatrizen. Schon die Serienausstattung ist recht umfangreich, die Assistenzsysteme und adaptiven Stoßdämpfer müssen noch separat geordert werden. Die maximale Zuladung gibt Skoda mit 503 Kilo an, wobei im Kofferraum 600 bis 1.555 Liter Platz für gemeinsames Gepäck zur Verfügung stehen.
Genesis G70 Shooting Brake
Auf den ersten Blick wirkt der Genesis nicht unbedingt wie ein reines Sportmodell, aber wer schon einmal den G70 gefahren ist, weiß, welche Talente in der Hyundai-Nobel-Branche schlummern. Mit der entsprechenden Ausstattungslinie „Sport“ und dem passenden Motor kostet der Genesis 48.810 Euro. In diesem Fall schickt ein Zweiliter-Turbobenziner 245 PS und 353 Newton Drehmoment an die Hinterräder. Nach 6,9 Sekunden stehen 100 km/h auf dem Tacho und bei 235 km/h ist Schluss. Serienmäßig zieht Genesis 19 Zoll und Leder auf die Stühle. Auch Online-Infotainment, Aluminium-Dekor und adaptive Stoßdämpfer sind an Bord. Für 3D-Digitalinstrumente, ein Head-up-Display und etliche weitere kleine Helferlein bietet der Hersteller das Technikpaket optional für 3.570 Euro an. Das Sportheck fasst zwischen 403 und 1.535 Liter Gepäck, die Zuladung soll aber 465 Kilogramm nicht überschreiten.
Cupra Leon Sportstourer VZ Cup
Cupra bietet den Leon Sportstourer in verschiedenen Versionen an, am sportlichsten ist jedoch das allradgetriebene Cup-Modell. Der Zweiliter-Zweizylinder schickt 310 PS an die Räder und schiebt den Spanier, wenn alles gut geht, in 4,9 Sekunden auf 100 km/h. Es ist in 250 Dingen geregelt. Der VZ Cup kostet 50.065 Euro, Sparfüchse sparen sich das Label „Cup“ und greifen einfach zum leistungsgleichen 2.0 TSI 4Drive ab 46.270 Euro, aber das ist nur marginal. Der Cup kommt mit exklusivem 19-Zoll-Felgendesign, Cup-Lederpaket, Sportsitzen, adaptivem Fahrwerk und Drei-Zonen-Klimaautomatik. Wenn Sie Geld übrig haben, werden Sie die Anpassungsoptionen genießen. Etwas unattraktiv: Die weit verbreitete Einbindung von Smartphones (Apple CarPlay und Android Auto) muss 260 Euro Aufpreis zahlen. Im Heck können zwischen 620 und 1.600 Liter Gepäck verstaut werden, die Gesamtladung darf bis zu 501 kg wiegen.
Mini Clubman John Cooper Works
Mit dem Clubman hat auch Mini eine Pause am Ausgang, den die BMW-Tochter auch als mit 306 PS verstärkten „John Cooper Works“ (JCW) anbietet. 450 Newtonmeter maximales Drehmoment verteilen sich bedarfsgerecht auf alle vier Räder, den Standardsprint absolviert der JCW in 4,9 Sekunden und ist auf 250 km/h begrenzt. Die wilde Fahrt im Mini-Kombi startet bei 52.900 Euro. Grau lackiert, mit 18-Zoll-Reifen bestückt und innen mit Stoff und Mikrofaser umwickelt. Wer die vom Mini gewohnte flippige Optik will und gleichzeitig beweisen will, dass er ein Sportmodell fährt, muss für die Ausstattungslinie JCW-Trim satte 3.000 Euro hinlegen. Immerhin spendierte Mini dem besten Clubman ab Werk unter anderem eine sportliche Fahrwerksabstimmung, viele Besucher, ein Online-Navigationssystem, eine digitale Kabine, eine Rückfahrkamera, ein Premium-Soundsystem und sogar eine Frontscheibe. Am Ende des Tages gibt es alles, was Sie brauchen könnten. Das ist gut so, denn zu viel kann man sowieso nicht mitnehmen. Nur 360 bis 1.250 Liter haben im Kofferraum Platz, die maximale Zuladung liegt bei 410 kg.
VW Golf R-Variante
Wer das Maximum aus dem vielseitigen Zweiliter-TSI von VW herausholen will, muss zum Original greifen. Im Golf R Variant leistet der Motor 320 PS und damit mehr als in der Geschwistergruppe. Natürlich kostet der Wolfsburger auch etwas mehr: Er startet bei 54.175 Euro. Fast alles, was Sie brauchen, ist jedoch bereits vorhanden. Vom adaptiven Tempomat bis zur digitalen Kabine. Für volle Alltagstauglichkeit fehlt lediglich die serienmäßige online-basierte Browsing-Funktion, Smartphones können aber auch ohne gespiegelt werden. Noch mehr als die Sprintzeit von 4,9 Sekunden verrät ein Zusatzpaket (rund 2.000 Euro) mit Driftmodus und von 250 auf 270 km/h erhöhter Vmax, dass sportliche Ambitionen ernst gemeint sind. Nicht weniger kurios ist, dass VW das Fahrzeug nicht serienmäßig mit Allradantrieb mit adaptivem Fahrwerk ausstattet, sondern 1.045 Euro Aufpreis verlangt. Platz im Laderaum ist frei. Er fasst 611 bis 1.642 Liter und VW gibt die maximale Zuladung mit 510 Kilo an.
VW Arteon R Shooting Brake
VW packt den Golf-R-Motor auch in den Arteon, dessen Shooting-Brake-Variante in der R-Version ebenfalls 320 PS leistet, mit einem Mindestpreis von 64.855 Euro aber deutlich teurer ist. Aber es gibt immerhin beheizbare Sportsitze, diverse Beifahrer, das kleine Inline-Navigationssystem, LED-Leuchten, 18-Zoll-Räder, Progressivlenkung und adaptives Fahrwerk. Grundsätzlich sind all jene Ausstattungsfeatures bereits serienmäßig, die der Golf R Variant nicht ab Werk besitzt, um vollständig zu sein. Der Golf-Van ist 10.000 Euro günstiger, die Extras sind aber auch drin und der Arteon kann dem Bugturbo-Benziner keinen Leistungsvorteil nehmen. 4,9 Sekunden auf 100 km/h, bei 250 km/h abgeregelt wie im Golf. Gibt es also mehr Platz im größeren Auto? Nein, der Shooting Brake packt zwischen 565 und 1.632 Liter. Natürlich ist es das schnittigste Auto insgesamt, vielleicht nicht mit dem „Moonstone Grey“-Basislack.
Mercedes-AMG CLA 45 S 4Matic + Shooting Brake
Probieren Sie doch einfach mehrmals schnell hintereinander den vollständigen Namen des Fahrzeugs aus und schicken Sie uns dann ein Foto des Knotens in Ihrer Zunge. Spaß beiseite: Auch Mercedes bietet mit dem CLA Shooting Brake ein „Kombi-Coupé“ an. Affalterbach bringt Kraft. Der Allradler verfügt wie der AMG 45 S über den derzeit stärksten Serien-Vierzylinder mit 421 PS. Vier sanfte Sekunden …