Veröffentlicht am 9. August 2022, 17:02
Von Neuerungen frustriert: Influencer bezahlen Accounts bei Instagram
Seit einigen Tagen gibt es Kritik an der Social-Media-Plattform Instagram, die immer mehr zum Abklatsch ihrer Konkurrenz wird: Tiktok. Die Tochter der Zielgruppe ruderte erneut. Aber es stellt sich heraus, dass Instagram das Vertrauen verloren hat. Ersteller von Inhalten veröffentlichen weiterhin Protestposts.
„Ich lasse es kommentarlos im Raum“, schreibt Influencerin Ana Johnson unter ihren Protest-Clip. Screenshot von Instagram/anajohnson
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Influencer regen sich über die Social-Media-Plattform Instagram auf. Dies spiegelt sich in diversen Beiträgen und dazugehörigen Kommentaren wider.
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Seit einigen Tagen steht Instagram in der Kritik, durch die geplanten Updates dem Konkurrenzprodukt Tiktok immer ähnlicher zu werden.
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Aufgrund des wachsenden Drucks der Community gab Instagram zu, Design- und Algorithmusänderungen vorerst beiseite zu legen und die Situation erneut zu analysieren.
Die wachsende „Tiktokifizierung“ der Social-Media-Plattform Instagram ist Content-Erstellern schon lange ein Dorn im Auge. Zuletzt haben Tests für ein neues Fullscreen-Design und Algorithmus-Änderungen für einen Aufschrei in der User-Community gesorgt. Es ging auch darum, dass Instagram seiner Community mehr Posts von anderen nicht abonnierten Profilen zeigen wollte, ganz im Sinne der Konkurrenzplattform Tiktok. Dadurch wurden die Profile, denen Sie bereits folgten, in den Hintergrund gedrängt.
Die Community setzt Instagram unter Druck
Die Nutzer starteten daraufhin die Petition „Make Instagram Instagram again“ und forderten eine Rückkehr zum klassischeren Instagram mit vielen Bildinhalten und einer chronologischen Zeitleiste. Die Mädchen Kim Kardashian und Kylie Jenner haben sie ebenfalls signiert und auf ihren Konten geteilt. Die Petition hat inzwischen fast 300.000 Unterschriften. Der Chef von Instagram, Adam Mosseri, reagierte mit einem erläuternden Post und räumte gegenüber dem Medienportal „The Verge“ ein, dass die Tests eingestellt und einzelne Neuerungen in den kommenden Wochen wieder abgeschafft würden. Dieser Schritt war notwendig, da sich die Unzufriedenheit der Instagram-Community in einem Rückgang der Nutzerzahlen widerspiegelte. Mosseri machte in seinem Statement auch deutlich, dass der angekündigte Rückschritt nicht von Dauer ist.
Deutsche YouTuber posten Protestbotschaften
Also entfesseln Influencer weiterhin ihren Zorn. Auf der Plattform erscheinen immer mehr Protestposts. Vor wenigen Tagen teilte die Kölner Influencerin Ana Johnson einen kritischen Post mit ihren 1,2 Millionen Followern. Darin beschwert er sich, dass Instagram möchte, dass er Tiktok-Videos produziert. Für diesen Post erhielt sie in den Kommentaren die Zustimmung mehrerer anderer Content-Ersteller, darunter die Schweizer Influencerin Michèle Krüsi und die bekannte deutsche Moderatorin Jana Ina Zarrella.
Auch die Düsseldorfer Influencerin Dagi Bee fragt ihre Follower in einem Instagram-Post nach ihrer Meinung. Sie ist kein Fan von Instagrams reichweitenbeschränkendem Algorithmus. Dafür gibt es andere Plattformen. Neben den Empfehlungen von Influencern wie dem Buchautor Sami Slimani, der 4,5 Millionen Follower in den sozialen Medien hat, kommt auch der 23-jährige in der Schweiz lebende Davide Magliocca zu Wort. Der Sänger sagt, die Einführung des Videoformats von Instagram namens Reels habe ihm geholfen zu wachsen. Ihm folgen derzeit 69,3 Tausend Menschen.
Der Influencer Radar entsteht im Rahmen einer Content-Partnerschaft zwischen 20 Minuten und Picstars. Die redaktionelle Verantwortung beträgt 20 Minuten.
Picstars ist der führende Anbieter für kreatives, zeitgemässes und datengetriebenes Influencer Marketing in der Schweiz. Die 2014 gegründete Agentur mit Sitz in Zürich und Berlin findet das „perfect match“ zwischen Kunden, Kampagnen und Influencern und kreiert inspirierende Geschichten für authentische Markenkommunikation. picstars.com