Vorstoß im Parlament: Der FDP-Präsident will das Kriegsmaterialgesetz lockern

  • FDP- und Staatsratspräsident Thierry Burkart will die Regelung zur Weitergabe von Kriegsmaterial lockern.
  • Laut verschiedenen Sonntagsmedien wird er nächste Woche einen entsprechenden Antrag im Parlament einbringen.
  • Damit will Burkart sicherstellen, dass Länder unabhängig über das in der Schweiz gekaufte Kriegsmaterial entscheiden können. Voraussetzung dafür ist, dass sie Schweizer Werte teilen.

Burkart lanciert seine Petition, nachdem der Bundesrat diese Woche den Einsatz verschiedener Panzer und Waffen beschlossen hat. Nun sollte seiner Meinung nach das Kriegsmaterialgesetz geändert werden.

Sein Vorschlag: Länder, die Schweizer Werte teilen und ein vergleichbares Exportkontrollregime haben, sollen keine Wiederausfuhrerklärung mehr unterschreiben, wenn sie Waffen in der Schweiz kaufen.

Gegenüber der «NZZ am Sonntag» begründet er sein Vorgehen mit den Ereignissen rund um den Ukrainekrieg: «Es kann nicht sein, dass Länder wie Deutschland oder Dänemark Waffen, die sie vor 20 Jahren gekauft haben, nicht in die Schweiz weitergeben können, nur weil sie dafür unsere Erlaubnis brauchen. ”

Kritik: «Was sind Schweizer Werte?»

Erst vor einem Monat trat eine Verschärfung des Kriegsmaterialgesetzes in Kraft. Federführend ist Zürcher SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf. “Wir haben einfach dafür gekämpft, dass das Kriegsmaterialgesetz klar und streng ist. So soll es weitergehen”, sagte Seiler Graf gegenüber SRF.

Einschätzung: “Es wird schwierig, eine Mehrheit im Parlament zu finden”

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Es werde schwierig, im Parlament eine Mehrheit für eine Lockerung des Kriegsmaterialgesetzes zu finden, sagt Larissa Rhyn, Redaktorin des SRF-Bundeshauses. „Es ist nicht klar, welche Möglichkeiten es dafür gibt. Richtig ist, dass Teile der Mitte und der LPG ihre Position geändert haben. Letztes Mal waren Sie für eine Verschärfung des Gesetzes und jetzt werden Sie wahrscheinlich den FDP-Vorschlag unterstützen. Aber.“ «Gleichzeitig wird die SVP dieses Mal wohl skeptischer sein. Und selbst wenn der politische Wille zur Gesetzesänderung vorhanden ist, sollte dies nicht schon im Herbst im Parlament diskutiert werden.»

Er finde es schwierig, Burkarts Vorschlag umzusetzen: „Wer bestimmt zum Beispiel, welche Staaten wirklich Demokratien sind und unser Wertesystem teilen“, kritisiert der SP-Politiker.

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