Auf dem deutschen Markt bleibt Volkswagen führend. Im vergangenen Jahr wurden hierzulande gut 45.000 Einheiten des Past verkauft, trotz eines Minus von 25 Prozent. Davon können andere Hersteller nur träumen, direkte Konkurrenten wie Opel Insignia, Ford Mondeo, Peugeot 508 oder Mazda 6 erreichen nur einen Bruchteil dieser Zahlen. Mit dem Model 3 in dieser Klasse liegt Tesla jedoch an der Spitze von Volkswagen. Grund genug für den Marktführer, den Nachfolger zweigleisig anzugehen. Erste Bilder der Elektrobatterie des VW ID. Jetzt haben sie Aero gezeigt, die Vergangenheit folgt nächstes Jahr.
Basis: modularer Elektrifizierungsbausatz
Das Elektroauto basiert auf dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) des Konzerns. Wie ID.3 werden bereits ID.4 (Test), ID.5, ID.6 und ID.Buzz (Fahrbericht) angezeigt. Mit dem DNI. Aero baut ab 2023 eine knapp fünf Meter lange Limousine und spricht vom „Weltauto“. Die gezeigten Prospekte sind allerdings nur für den chinesischen Markt bestimmt und werden dort in zwei leicht unterschiedlichen Versionen von den Gemeinschaftsunternehmen FAW-Volkswagen und SAIC Volkswagen produziert. Im Laufe des Jahres 2023 wird auch die Linie Emden mit dem für Europa angepassten Design der DNI arbeiten. Aero on: Es ist nichts Geringeres als die Leistung der Elektrobatterie des VW Passat.
Das China-Modell soll 2023 ausgeliefert werden. Für die deutsche Version, die äußerlich etwas anders aussehen könnte, ändern sich Emdens Bänder langsam. Die Produktion soll hier 2023 beginnen.
(Bild: VW)
In China ist das DNI. Nationaler Wettbewerb und harte Aerodynamik. Elektrolimousinen wie der BYD Han, der Xpeng P5 oder der Changan SL03 sind gefragt. Volkswagen sagt, der ID. Aero ist ein Viertürer. Ein Hinweis darauf, dass der DNI. Der Aero wird, ähnlich wie viele Konkurrenten, keine Heckklappe haben, sondern einen Deckel.
Der DNI Aero ist nichts anderes als die elektrische Interpretation des VW Passat, der seit 1977 in Ostfriesland gebaut wird.
(Bild: VW)
Geringer Widerstand, 620 km Autonomie
Volkswagen hat bisher nur wenige technische Daten veröffentlicht. Der Luftwiderstandsbeiwert soll 0,23 cW betragen. Das ist im Vergleich zu vielen SUVs ein hervorragender Wert, der aber in diesem Segment mittlerweile üblich ist. Vor allem aber die Frontfläche des ID. Deutlich kleinerer Aero, was sich vor allem im Verbrauch auf der Autobahn bemerkbar machen wird. In Kombination mit der bekannten 77-kWh-Batterie soll die Reichweite des WLTP bei 620 km liegen.
Heckklappe oder Deckel: Wir setzen auf Letzteres, denn genau das macht die Konkurrenz.
(Bild: VW)
Ob dieser Energiegehalt beibehalten wird, ist spekulativ. Bei darauf basierenden SUVs bevorzugen Kunden derzeit die Maximallösung. Unterhalb dieser 77-kWh-Batterie befinden sich zwei kleinere Speichereinheiten, die jedoch im Verkauf weniger Nachfrage haben. Dieser Logik folgend könnten Kunden bereit sein, in größere Batterien zu investieren. Gegen eine deutliche Erhöhung des Energiegehalts spricht die Tatsache, dass die Rohstoffpreise in letzter Zeit gestiegen sind.
Beim Batteriesystem gibt es keine Neuerungen
Der DNI So Aero basiert auf Bewährtem; es ist eigentlich eine andere Variante der MEB-Karosserie. Beim Batteriesystem zeigt Volkswagen jedoch keine Innovation. Es unterscheidet sich von der Konkurrenz aus China. BYD, Fahrzeug- und Batteriehersteller zugleich, nutzt die 3.0-Plattform, um zu dokumentieren, was heute beliebt ist: großformatige (Blade-)LFP-Zellen, 800 Volt und Cell-to-Body-Integration. ). CATL, der größte Anbieter von Traktionsbatterien, hat kürzlich die Qilin-Batterie eingeführt: Auch hier gibt es keine Modulebene mehr; die Zellen (wahlweise mit LFP- oder NMC-Kathode) werden direkt in das System gepackt („cell-to-pack“) und aufwendig temperiert. CATL behauptet eine Energiedichte, die 13 Prozent höher sein soll als die von Teslas 4680-Zelle.
Volkswagen veröffentlicht fast keine technischen Daten: fast fünf Meter lang und mit der bekannten 77-kWh-Traktionsbatterie ausgestattet. Distanz nach WLTP: 620 km.
(Bild: VW)
Kombi-ID. Weltraumvision
Da wir der Pressemitteilung nicht genug Detailinformationen entnehmen können, suchen wir die Akte: Im November 2019 veröffentlichte Volkswagen den ID. Space Vizzion wird ausgestellt. Dies war im Grunde die Vorschau auf die Past Electrical Variant. So wird in Emden neben dem europäischen ID. Aero der weitgehend baugleiche Kombi mit der Serienversion des ID. Space Vizzion zum Bauen. Wie beim Past Fließheck und beim Variant. Abschließend sei gesagt, denn obwohl elektrische Limousinen wie das Tesla Model 3 zu einer kleinen Renaissance dieser Karosserieform geführt haben, sehnen sich viele Kunden in Deutschland, Frankreich oder Schweden nach einer Pause.
Deutsche und andere europäische Kunden interessieren sich eher für den Transporter. Dies wird in der aktuellen Pressemitteilung nicht erwähnt; wir erinnern euch noch gerne an die Studio-ID. Space Vizzion von 2019. Das Serienmodell war für 2021 angekündigt. Jetzt wird es wohl nach dem DNI gehen. Aero starten, wahrscheinlich 2024.
(Bild: VW)
Deutlich größer als die aktuelle Vergangenheit
Für den DNI. Genauere Rahmendaten erhielt Space Vizzion 2019: 4,96 Meter Länge, 1,90 Meter Breite und 1,53 Meter Höhe zeugen vom nahezu ungehemmten Größenwachstum von Elektroautos. Denn mit diesen Dimensionen hebt sich die Studie deutlich über die aktuelle Vergangenheit ab. Der Heckmotor hat eine Leistung von 205 kW. Mit zusätzlichem Frontmotor („4Motion“) sind es 250 kW, die den Space Vizzion in 5,4 Sekunden auf 100 km/h und weiter auf 175 km/h beschleunigen sollen. Das Kofferraumvolumen beträgt 586 Liter und die WLTP-Reichweite 590 km. Möglicher Serienstart aus Sicht 2019: 2021.
Die Weltpremiere des ID. Aus deutscher Sicht ist Aero vor allem ein guter Snack. Die Elektro-Limousine ist wichtig für Volkswagen, weil der Erfolg auf dem chinesischen Markt für die Marke und den Konzern entscheidend ist. Kunden in Deutschland und Europa sollten jedoch auf den Transporter warten. Wir rechnen mit der Präsentation für 2023 und der Auslieferung für 2024. Vielleicht hat Volkswagen bis dahin ein etwas moderneres Batteriesystem integriert.
Der Luftwiderstandsbeiwert soll 0,23 cW betragen. Solche günstigen Aerodynamiken sind bei Limousinen mittlerweile üblich.
(Bild: VW)
Was passiert mit der VW-Vergangenheit?
Die für die Verkaufszahlen nach wie vor wichtige Vergangenheit darf nicht vergessen werden und wird im nächsten Jahr neu präsentiert. Er basiert auf dem Modularen Querbaukasten und wird nur als Van angeboten. Seine Driving Range wird aus Plug-in-Hybriden, leicht hybridisierten Benzin- und Dieselmotoren bestehen. Der Elektroantrieb bleibt mit dem DNI erhalten. Aero vorbehalten. Der VW Arteon bleibt ohne Nachfolger, obwohl seine Kennzeichen zuletzt höher waren als das, was die Konkurrenz hierzulande verkaufen konnte.
(mfz)
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