Wachsende Armut: “Die Preisinflation macht keinen Urlaub”

19.07.2022 06:33 (19.07.2022 10:28)

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Die sozialen Organisationen Caritas, Diakonie und Volkshilfe berichten von einer dramatischen Zunahme an Familien, die um Unterstützung bitten.

Sie schlagen angesichts anhaltender Preissteigerungen Alarm und fordern neben konkreten Maßnahmen kurz- und mittelfristig auch die Einführung einer sozialen Absicherung für alle Kinder in Österreich.

Mini-Einkaufswagen mehr als 15 % teurer

Während die Inflationsrate im Juni bei 8,7 % lag, stieg der Preis des Mini-Einkaufskorbs, der besonders für Geringverdiener relevant ist, im Jahresvergleich um 15,4 %. Damit wird deutlich: Für armutsbetroffene Familien wiegt die persönliche Inflationsrate schwer. Die Befürchtung, dass sich die Situation im Herbst ohne weitere Maßnahmen für von Armut betroffene Haushalte, Familien und Kinder verschlimmert, vereinen Organisationen.

“Massive Kostüme”

Anna Parr, Generalsekretärin der Caritas Österreich, sagt zu Beginn: „Menschen, die im Supermarkt sowieso ganz genau kalkulieren und abwägen müssen, ob das Kilo Brot bis Ende des Monats noch ausgeht, diese Menschen können es einfach nicht Ja, sie können sich die alltäglichen Dinge leisten, sie müssen massiv sparen, bei Grundbedürfnissen wie Wohn- und Energiekosten, bei der Entwicklung und Förderung ihrer Kinder und einfach bei der richtigen Ernährung.“ Die Sozialberatungsstellen der Caritas Österreich verzeichnen einen starken Anstieg der Beratungen, sagt Parr: „Der Preisanstieg betrifft jeden Tag und bei jeder Zahlung, und noch viel mehr die von Armut Betroffenen oder Menschen mit geringem Einkommen und deren Kinder.“ Und die Inflation schon. ” Keine Ferien machen Im Gegenteil, wir erwarten eine neue gravierende Verschlechterung im Herbst und Winter. Daher werden dringend mehr Überbrückungshilfen benötigt: Bestehende Einmalzahlungen reichen nicht aus und kommen nicht schnell genug an. Die Bundesregierung muss jetzt dringend die Weichen für ein Anti-Inflationspaket stellen, das sich an die am stärksten betroffenen Gruppen richtet.“

Die Inflation wirkt sich auf die Planung aus

Auch Erich Fenninger, Vorstand der Volkshilfe Österreich, bestätigt, dass die Inflation nicht im Urlaub ist. In einer bundesweiten Umfrage der Volkshilfe unter mehr als 550 Sozialarbeitern im Juni und Juli gaben fast drei Viertel an, dass die Inflation einen starken Einfluss auf die Lebensplanung armutsbetroffener Kinder und Jugendlicher hat.

Verhindern Sie die soziale Krise

Gemeinsam fordern Hilfsorganisationen kurz- und langfristige Maßnahmen, um Einzelpersonen, Familien und ihre Kinder vor Armut zu schützen und betroffenen Familien einen Ausweg aus langfristiger Armut zu ermöglichen. „Die angekündigte Reduzierung der Armut auf die Hälfte ist die Regierung noch schuldig. Deshalb ist unser Aufruf umso dringender. Jetzt müssen wir schnell planen, um die im Herbst angekündigte soziale Krise zu vermeiden“, sagen Anna Parr, Maria Katharina Moser und Erich. Endlich Fenninger.

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