Waldbrände und Wasserknappheit: Massive Hitze und Dürre in Europa

Europa wird derzeit von einer massiven Hitzewelle heimgesucht. Obwohl es Griechenland noch nicht erreicht hat, findet im Westen der Insel Euböa ein großer Waldbrand statt. Aufgrund des starken Windes breiteten sich die Flammen schnell aus. Am Morgen waren fünf Löschflugzeuge und -hubschrauber sowie 150 Feuerwehrleute mit 32 Löschzügen im Einsatz. Ein Dorf sei evakuiert worden und die Bewohner der Region seien zudem per SMS-Warnung zum Katastrophenschutz alarmiert worden, berichtete die Nachrichtenagentur ANA.

Die zweitgrößte griechische Insel war eine der am schlimmsten von den verheerenden Waldbränden des heißen Sommers 2021 betroffenen. Damals waren Zehntausende Hektar Wald von den Flammen betroffen. Seitdem hat die Regierung die Brandbekämpfung verbessert. Auch andere EU-Staaten helfen. Im Rahmen eines EU-Hilfsprogramms werden in diesem Sommer rund 250 ausländische Feuerwehrleute in Griechenland stationiert. Auch das Ausland unterstützt mit rund 90 Hubschraubern und Löschflugzeugen.

Norditalien vor dem Ausnahmezustand

Wegen der anhaltenden Dürre, der schlimmsten der letzten 70 Jahre, wollen auch die Regionen Norditaliens den Notstand ausrufen. Dies könnte ihnen freie Hand geben, Sofortmaßnahmen gegen die Wasserknappheit zu ergreifen. Am Mittwoch treffen sich die Präsidenten der Regionen mit Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli. Dabei geht es unter anderem um Maßnahmen zur Effizienzsteigerung des italienischen Wasserversorgungssystems.

Der Ausnahmezustand sei “unausweichlich”, sagte Patuanelli laut Medienberichten. “In Italien und Europa gibt es ganze Regionen, in denen es seit Monaten nicht geregnet hat.” Der Präsident des Piemont, Alberto Cirio, hat angekündigt, dass 170 Gemeinden in seiner Region Wasser nur noch für wesentliche Zwecke wie Trinken und Essenszubereitung verwenden dürfen. Die Wasserversorgung von zehn Städten, größtenteils in der Provinz Novara, wird nachts komplett unterbrochen.

„Im Moment ist die Trinkwassersituation unter Kontrolle, aber wir erleben einen sehr ernsten Notfall in der Landwirtschaft. Das Volumen des Flusses Po ist um 72 Prozent geringer als es sein sollte“, berichtete Cirio. In den Bergen liegt nicht genug Schnee, um den Fluss zu speisen.

Hitzewelle: Rekord- und Waldbrände in Spanien

Die schlimmste Juni-Hitzewelle seit 1950 in Spanien ließ die lokalen Thermometer am Samstag über 44 Grad steigen. Auch nachts gab es keine wirkliche Abkühlung, in weiten Teilen des Landes sanken die Temperaturen nach Sonnenuntergang kaum auf 20 Grad. Auch in Frankreich wurden Rekordtemperaturen erwartet. Der Wetterdienst sprach von einem “echten Notfall”.

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