Walross auf Rügen: Ist die Klimakrise schuld?

Tierarzt untersucht Walross

Nach Angaben des Schifffahrtsmuseums war das Tier von einem Beobachter gemeldet worden. Ein Museumsangestellter und ein Tierarzt machten sich sofort daran, ihn zu inspizieren. Laut Dähne war sie vermutlich eine junge Frau. Nach Angaben des Schifffahrtsmuseums wurde der Strandabschnitt abgesperrt, damit das Tier in Ruhe ruhen kann. Mit Blick auf die Zuschauer lobte Dähne: „Alle haben sich sehr gut an den Absperrungen gehalten.“

Bei den Begutachtungen habe das Tier “fit” gewirkt, sagte Dähne. Er hatte keine nennenswerten Verletzungen, ernährte sich während der Jahreszeit normal und atmete normal.

Verlust des Lebensraums?

Warum Rügen gestoppt wurde, ist unklar. Der Wissenschaftler spekuliert, dass das Walross einfach woanders abgewandert sein könnte. Es könnte aber auch etwas mit Lebensraumverlust zu tun haben. Experten gingen davon aus, dass der Eisverlust durch die Klimakrise für Tiere zum Problem werden würde. „Wenn das Eis zurückgeht, gibt es einfach weniger Eiskanten und weniger Eislöcher.“ Hier wurden normalerweise die Tiere untergebracht.

Walrosse sind nach Angaben des Deutschen Schifffahrtsmuseums vor allem in den Polarregionen des Atlantiks und Pazifiks beheimatet. Die nächste Region, in der Walrosse am häufigsten vorkommen, ist Norwegen, sagte Dähne. Das Atlantische Walross kann bis zu 3,50 Meter groß und rund eine Tonne schwer werden. Seine Cousins ​​im Pazifik sind älter.

“Ich hoffe, er findet wieder den Weg nach Norden”

„Natürlich schauen wir immer wieder, ob das Tier wieder gesehen wird“, sagt Dähne. Es gibt eine App und eine Website, über die Kommentare gemeldet werden können. Es gibt Hinweise darauf, dass das Tier zuvor von der Nordsee in die Ostsee gesichtet wurde. “Wir hoffen, Sie finden sich nördlich der Ostsee zurecht.”

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Stralsund hat durchaus Erfahrung mit exotischen Gästen. 1965 verirrte sich eine karibische Unechte Karettschildkröte in die Ostsee und starb kurz nach ihrer Bergung. Das nach der Filmdiva Marlene Dietrich benannte Tier war ausgestopft und maßgeblich für die Entstehung des Schifffahrtsmuseums verantwortlich.

2020 erholte sich ein zwei Meter langer Schwertfisch aus einer Falle bei Wismar. Auch das Schifffahrtsmuseum verteilte dieses tote Tier. Das Walross wurde vor diesem Schicksal bewahrt.

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