Am Mittwoch reagierte der Kreml gelassen auf die Boykottdrohungen in Brüssel. Die freigegebenen Beträge würden in andere Richtungen umgeleitet, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax. “Natürlich haben diese Sanktionen negative Auswirkungen auf den ganzen Kontinent, auf die Europäer und auf uns und auf den gesamten Weltenergiemarkt.”
Russland werde die negativen Folgen durch konsequentes Handeln minimieren, so Peskow weiter. Auch nach dem US-Ölembargo hatte das russische Management erklärt, die Mengen seien fast vollständig auf andere Märkte umgeleitet worden. Die Einnahmen stiegen, sagte er.
Auch die EU will mit einem Ölboykott verhindern, dass Moskau seinen Krieg gegen die Ukraine weiter finanziert. Aufgrund der hohen Ölpreise fließt derzeit viel Geld in den russischen Staatshaushalt, der stark von Energieexporten abhängig ist. Vor allem Europäer müssten nun mit den negativen Folgen – also besonders hohen Energiepreisen – leben, sagte Peskow.