Was die Datenschutzkategorien im App Store bedeuten

Identifikatoren, Benutzerdaten, Kontakte, Kontaktinformationen und Benutzerinhalte: Im Apple App Store werden personenbezogene Daten, die von Smartphone-Anwendungen erfasst und verarbeitet werden, in diese Kategorien eingeteilt. Anwendungsentwickler sollten Benutzern Informationen über die Daten bereitstellen, die sie basierend auf diesen Schlüsselwörtern sammeln. Sonst werden sie früher oder später aus dem Laden geworfen.

Anwendungen können Kontaktinformationen scannen und teilen

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Es ist Zeit für etwas ABC-Datenschutz. Alle im Telefonbuch Ihres Smartphones gespeicherten Informationen sind in der Kategorie „Kontakte“ zusammengefasst. Beispielsweise Telefonnummern, Wohnadressen und E-Mail-Adressen. Daher beziehen sich die im Bereich „Kontakte“ erhobenen Daten auf Freunde, Bekannte oder Geschäftspartner. Im Gegensatz zu “Kontaktinformationen”. Sie betreffen die Nutzer selbst, sagt Petra Schmidt von der Datenschutzorganisation Epicenter.works. Auch persönliche Informationen wie Adresse, Telefonnummer, Wohnort und ggf. Geburtsdatum können hier abgefragt werden, so Schmidt.

Apple macht den Datenschutz etwas transparenter

Die Datenschutzkategorien geben zumindest einen groben Hinweis darauf, welche Daten gespeichert werden. Wer mehr wissen will, wird noch immer von meist kryptischen Datenschutzbestimmungen gequält. Dies gilt beispielsweise für die Kategorie „Nutzungsdaten“. So verwenden Benutzer das Programm. In der Praxis lassen sich in diesem Zusammenhang viele undefinierte Informationen sammeln, die etwas über die persönlichen Gewohnheiten verraten, sagt Schmidt. Zum Beispiel, wo und wann Programme genutzt werden und wie oft Nutzer ihr Smartphone nutzen.

Screenshot: Apple-Nutzerinhalte können auch auf das private Fotoalbum zugreifen

Ein weiterer vager Oberbegriff ist “Identifikatoren”. Dadurch werden auch Informationen ausgeblendet, die Benutzer identifizierbar machen. Die Identifikationsnummer eines Smartphones oder Computers ist diese Kennung. Programme können jedoch auch eigene Gerätekennungen erstellen, um das Benutzerverhalten zu verfolgen. Diese benutzerdefinierten Identifikatoren würden beispielsweise von Browsern verwendet, um das Surfverhalten über mehrere Websites hinweg aufzuzeichnen, sagt Schmidt.

Benutzerinhalte: Wir sehen, was sie schreiben

Viele Anwendungen speichern auch Benutzerinhalte und verlinken mit Benutzern. Dazu gehören zum Beispiel Bildbearbeitungsprogramme oder Office 365. Benutzerinhalte können sogenannte Metadaten sein, die festhalten, wann, wo und von wem ein Dokument erstellt wurde. Es können aber auch Volltextinhalte und Fotos sein, die mit den Programmen erstellt oder bearbeitet wurden.

Die Datenschutzbestimmungen von Microsoft schreiben beispielsweise vor, dass das Unternehmen verpflichtet ist, den Inhalt von Kundendokumenten zu speichern. Diese sollten beispielsweise Regierungsbehörden zugänglich sein, solange dies in Übereinstimmung mit den geltenden rechtlichen Verfahren erfolgt, wie angegeben. Abgesehen davon werden keine Nutzerinhalte an Dritte weitergegeben. Microsoft hat auch keinen Zugriff auf andere Dateien, die auf Ihrem PC oder Smartphone gespeichert sind, es sei denn, die Dateien sind mit einem Microsoft-Produkt verknüpft, beispielsweise als E-Mail-Anhang, teilte Microsoft in einer Erklärung gegenüber help.ORF.at mit.

Screenshot: Apple Nicht alle Anwendungsentwickler verletzen die Privatsphäre

Berufsgeheimnis und Vertraulichkeit?

Wer also ein Programm nutzt, das Benutzerinhalte speichert, muss damit rechnen, dass Anwaltsschreiben, medizinische Fragebögen oder private Familienfotos auf fremden Servern landen. Die Nichtbeachtung von Datenschutzbestimmungen kann unbemerkt bleiben. Petra Schmidt von Epicentre.works kritisiert den Speicherwahn, aber auch diese Intransparenz.

Personenbezogene Daten können mit Benutzern verknüpft oder anonym erhoben werden. Viele im App Store angebotene Apps sind mit dem Hinweis gekennzeichnet, dass die erhobenen Daten nicht verknüpft werden. Ohne einen Link sollte die Privatsphäre zumindest teilweise gewahrt bleiben.

Es gibt viele Möglichkeiten, Benutzer zu verfolgen

Viele Experten warnen jedoch. Schließlich ist es nicht zwingend erforderlich, den Namen oder das Geburtsdatum einer Person zu kennen. Wenn beispielsweise einem Benutzer eine Nummer (d. h. eine Kennung) zugewiesen wird, können die Aktionen des Benutzers ebenfalls aufgezeichnet werden oder sogar besser als die Kenntnis des Namens der Person. Schließlich sind fortlaufende Nummern einfacher zu vergeben als zufällige Namen, die auch mehrfach vorkommen können.

Andere Programme hingegen erheben oder speichern keine Daten. Zumindest nicht, wenn Sie sich für die Kaufversion statt für die kostenlose Version entscheiden. Datenschutz ist natürlich auch Vertrauenssache. Was genau auf den Servern des Unternehmens passiert, können selbst externe Experten nicht beurteilen. Wenn Ihnen Datenschutz wirklich wichtig ist, sollten Sie nach Möglichkeit Open-Source-Software verwenden, sagt Schmidt. Es gibt viele Open-Source-Lösungen, einschließlich Bild- oder Textverarbeitungsanwendungen. In den meisten Fällen könne man diese Programme nutzen, ohne „dieses Datenschutzproblem“ zu haben, so Schmidt.

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