Für viele stehen bald die Sommerferien an. Die Corona-Pandemie hingegen macht keine Sommerferien. Virologen warnen bereits vor einer Sommerwelle und Behörden haben derzeit keinen Notfallplan.
Gleichzeitig steht die Impfung gegen die Krone wieder auf der Tagesordnung und die zweite Verstärkung, die in vielen Ländern seit langem verabreicht wird. Blick beantwortet die wichtigsten Fragen zur Pik-Zahl Vier.
Brauche ich einen zweiten Boost?
Nein, das sehen zumindest die Impfkommission (Ekif) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) so. Sie empfehlen nur Menschen mit einem sehr geschwächten Immunsystem eine zweite Auffrischungsimpfung. Für alle anderen ist dies medizinisch einfach nicht notwendig, da eine Impfung oder vollständige Genesung immer noch gut vor einer schweren Erkrankung schützt. Nun hat der Bundesrat entschieden, dass sich trotz hängiger Empfehlung zum zweiten Mal Verstärkung holen kann, wer will. Allerdings müssen die Spaten selbst geschält werden.
Welche Impfungen werden bezahlt?
Kostenübernahme auch für alle vom BAG und Ekif empfohlenen Kronenimpfungen. Im Moment sind dies die beiden Grundimmunisierungsdosen für alle über fünf Jahre und eine Auffrischimpfung für alle über 12 Jahre. Für Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem werden drei Dosen für die Grundimmunisierung und zwei Auffrischungsimpfungen empfohlen.
Wenn Sie eine zweite Verstärkung wünschen, aber nicht besonders gefährdet sind, müssen Sie diese selbst bezahlen.
Benötige ich für die Feiertage eine zweite Auffrischimpfung?
Dies hängt vom Ziel der Reise ab. Eine Einreise ist grundsätzlich auch mit negativem Test möglich. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass einzelne Länder eine zweite Verstärkung fordern werden. Für die Einreise und den Aufenthalt in Frankreich, Portugal und Malta darf die letzte Impfung beispielsweise nicht älter als neun Monate sein.
Wer in den Urlaub fahren möchte, muss sich sicherheitshalber noch über die Regeln des Ziellandes informieren. Vorerst gelten jedoch für die meisten Länder keine Einreisebeschränkungen mehr.
Wie bekomme ich den zweiten Boost?
Das steht ganz auf der Kippe, noch bieten nicht alle den zweiten Booster-Schuss an. In den meisten Fällen wird aber mit ziemlicher Sicherheit die vierte Schaufel dort abgegeben, wo die letzten drei abgegeben wurden: bei den Impfstellen.
Was kostet die zweite Verstärkung?
Dies hängt auch vom Kanton ab, da der Bund selbst keine verbindlichen Vorgaben machen kann. Einige Kantone wie Solothurn haben sich bereits entschieden, die zweite Verstärkung zu zahlen, während andere – wie Luzern oder Basel – mit 60 Franken rechnen können.
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Kann eine noch nicht zugelassene Auffrischimpfung gegeben werden?
Ja, sogenannter Off-Label-Use ist möglich. Allerdings sollte Ihr behandelnder Arzt die impfwillige Person darüber informieren. Deshalb machen auch die Kantone, die bereits die zweite Verstärkung anbieten, zur Bedingung, dass zuerst ein Gespräch mit dem Impfarzt geführt und eine Einverständniserklärung unterzeichnet wird.
Jedenfalls sind wir wenigstens nicht runtergegangen, ohne uns vorher zu erklären.
Dies ist noch nicht klar. Ekif-Präsident Christoph Berger (60) hatte angekündigt, die Empfehlung könne nur für Risikogruppen ausgesprochen werden. Aber noch ist keine Entscheidung gefallen. Erreicht die Empfehlung alle, ist der zweite Boost kostenlos.