23.08.2022 13:17 (23.08.2022 18:54)
Was denken die Vorarlberger über das vorübergehende Fahrverbot? ©VOL.AT/Mayer
Ab Mai 2022 gilt ein vorübergehendes Fahrverbot auf der Färbergasse. Zwischen 20:00 und 05:00 Uhr morgens dürfen nur Anwohner die Straße benutzen.
Gemäß Verordnung vom 4. Mai 2022 besteht im Dornbirner Rohrbach ein vorübergehendes Fahrverbot. Nur Anwohner dürfen nachts zwischen dem Kreisverkehr und McDonald’s fahren. Das Fahrverbot gilt zunächst für alle Kraftfahrzeuge bis Oktober 2022.
Schilder weisen auf Fahrverbot hin. ©VOL.AT/Mayer
Raser führten zu einem Fahrverbot
Die Regelung ist eine Reaktion von Oberbürgermeisterin Andrea Kaufmann auf zahlreiche Raserei-Beschwerden von Anwohnern: Immer wieder fuhren getunte Autos mit hoher Geschwindigkeit die Straße entlang. Eigentlich gehe es darum, die „Tuner- und Extremflitzerszene“ im Wohngebiet unter Kontrolle zu halten, so Stadtrat Julian Fässler (ÖVP) gegenüber VOL.AT. Diese hätten mit gefährlichen Manövern und Lärm für riesige Beschwerden gesorgt. Außerdem gefährdeten sie mit ihrem Fahrverhalten Fußgänger.
Färbergasse: vorübergehendes Fahrverbot
So denken die Vorarlberger
„Ich finde es toll, weil es vor allem abends ein komisches Geräusch von Teenagern mit getunten Autos gibt, die zu McDonald’s fahren und denken, es sei eine Rennstrecke“, sagt Maria Ledwig, die einst auf der Straße lebte. „Für die Anwohner ist es auf jeden Fall gut. Sie können auch andere Straßen benutzen.
„Hier ist Industriegebiet, manche müssen hier rund um die Uhr fahren“, sagt Oliver Hartmann, der selbst in der Färbergasse arbeitet. “Die Idee, Lärm zu vermeiden, ist schön.” Wenn das es für Unternehmen schwieriger macht, ist das nicht so gut. Hermine Rhomberg erklärt, dass es auch in der Moosmahdstraße Probleme mit Rasern gibt. “Ob das was bringt, ist eine andere Frage.” Wer beispielsweise in eine Tiefgarage fahren muss, muss dies auch nachts können.
Stadtrat Julian Fässler bei Vorarlberg Live. ©VorarlbergLive
Die Polizei kontrolliert intensiv
Natürlich sei der Zutritt zu Geschäften und Restaurants in der Färbergasse erlaubt, erklärt Fässler, zuständig für Stadtplanung und Verkehr. Schwerpunkt- und Zugangskontrollen werden regelmäßig durchgeführt. „Die Polizei hat bereits intensive Kontrollen durchgeführt, sowohl mit Streifenwagen als auch in Zivil“, sagt Fässler. Da auch das Firmengelände betroffen war, wurden die Firmen kontaktiert, die die privaten Sicherheitsdienste kontrollieren.
Die Maßnahmen zeigen Wirkung
Die Maßnahmen zeigen bereits Wirkung, wie Julian Fässler in VOL.AT erklärt. „Die Situation hat sich sehr verbessert“, erklärt er. Eine Übertragung auf andere Bereiche wie in der Vergangenheit ist bisher nicht zu beobachten. Trotz Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 40 gibt es derzeit keine Radargeräte, und auch andere verkehrsberuhigende Maßnahmen werden derzeit nicht in Betracht gezogen. „Wir werden die Situation weiter beobachten“, sagte der Stadtrat. „Wenn Maßnahmen notwendig sind, werden wir sie ergreifen.“