Wegen steigender Zinsen: Eigenheimkäufer wechseln zu Geldmarkthypotheken

Die fetten Jahre sind vorbei, zumindest für die Besitzer. Nachdem man jahrelang von niedrigen Zinsen profitiert hat, hat sich das Blatt in den letzten Monaten gewendet. Festhypotheken erreichten im März ein Mehrjahreshoch.

Dies sorgte bei Schweizer Vermietern für Unruhe. Sie nahmen vermehrt langfristige Hypotheken auf. Es ist zwar teurer, bietet aber Planungssicherheit.

Hypotheken-Immobilienexperte: „Ein halbes Prozent mehr Zinsen sind keine Peanuts“ (00:57)

Der Zinsanstieg verlangsamt sich

Inzwischen hat sich die Lage etwas beruhigt. Die Inflation stieg in der Schweiz im April auf 2,5 Prozent. Dieser Wert liegt aber noch im Zielkorridor der Preisstabilität. I: Der starke Zinsanstieg im April hat sich in den ersten drei Maiwochen verlangsamt. Das zeigen die Zahlen des Hypothekenspezialisten Moneypark.

Zudem haben steigende Zinsen für Festhypotheken dazu geführt, dass sich viele Hauskäufer wieder für eine Geldmarkthypothek entschieden haben. Denn bisher haben sie auf steigende Zinsen gespart. Laut Moneypark stieg das Volumen der Saron-Hypotheken von 3 auf 10 Prozent.

Hypotheken sind günstig

Saron-Hypotheken sind deutlich günstiger als Festhypotheken. Der aktuelle Durchschnittskurs der 10 besten Deals bei Moneypark liegt bei 0,93 Prozent. Zum Vergleich: Eine zehnjährige Festhypothek ist derzeit für durchschnittlich 2,03 Prozent zu haben.

Trotzdem hat die grosse Mehrheit der Hypotheken in der Schweiz – rund 60 Prozent – ​​immer noch eine Laufzeit von zehn Jahren.

Profitieren Sie von Zinsschwankungen

Weitere Sprünge bei den Hypothekenzinsen erwartet der Baufinanzierungsvermittler in den kommenden Wochen aufgrund der konjunkturellen Abschwächung nicht.

Allerdings lohnt sich ein genauerer Blick auf die Hypothekenlandschaft. Zinsvolatilität kann immer kurzfristige Chancen schaffen. Daher lohnt es sich, frühzeitig aufzupassen und dann schnell zu handeln.

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