Weißrussische Opposition warnt EU vor Erpressung

Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja warnt die EU vor einem Deal mit dem regierenden Alexander Lukaschenko im Kampf um Getreideexporte aus der Ukraine.

Hintergrund: Ein Teil des von der russischen Armee blockierten ukrainischen Getreides könnte durch Weißrussland transportiert werden, aber Minsk fordert die Aufhebung der Sanktionen dafür. „Europa darf sich nicht vom Lukaschenko-Regime erpressen lassen“, sagte Tichanowskaja bei einem Besuch in Wien der APA.

Hinweis auf die Menschenrechtslage

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat forderte am Mittwoch ÖVP-Außenminister Alexander Schallenberg in Wien auf, hier nicht einzulenken. “Sanktionen sind keine Wunderwaffe”, aber wirtschaftlicher Druck könnte Lukaschenko dazu bewegen, seine Position zu den derzeit fast 1.200 weißrussischen politischen Gefangenen und der Repression gegen Oppositionelle zu ändern. “Sanktionen können erst aufgehoben werden, wenn alle politischen Gefangenen freigelassen sind”, sagte Tichanowskaja, die selbst im litauischen Exil lebt.

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