Weltärztechef fordert Plan gegen Krone mit Sperroption

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 39.976 Neuinfektionen in 24 Stunden. Das sind 2.399 Fälle weniger als am Samstag vor einer Woche, als 42.375 Kroneninfektionen gemeldet wurden. Die Inzidenz von sieben Tagen sinkt landesweit weiter auf 209,4 von 211,2 am Vortag. Weitere 73 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit steigt die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 138.854.

World Medical Director Frank Ulrich Montgomery hat einen Plan gegen die Krone gefordert, der trotz sinkender Zahlen eine Sperroption für den Herbst vorsieht. „Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) muss das Infektionsschutzgesetz anpassen, damit Eindämmungsmaßnahmen im Ernstfall bundesweit einheitlich eingeführt werden können“, sagte der Präsident des Weltärztebundes am Samstag “Neue Osnabrücker Zeitung”. Als letztes Mittel solle das novellierte Infektionsschutzgesetz auch “die Möglichkeit einer Sperrung festschreiben”, sagte Montgomery.

Der Weltärztedirektor warnt die FDP

„Es wäre fahrlässig, dieses Werkzeug nicht in den Werkzeugkasten zu legen, obwohl wir alles tun müssen, um es nie wieder herausnehmen zu müssen.“ und Kontaktbeschränkungen“.

Nach jüngsten Äußerungen von Parteivizepräsident Wolfgang Kubicki und Justizminister Marco Buschmann warnte der Weltärztedirektor die FDP davor, neue Maßnahmen zu blockieren. „Man muss die Pläne von Gesundheitsminister Lauterbach nicht „zerlegen“, sagte Montgomery.


Montgomery stellte fest, dass die Kronenzahlen in vielen Teilen der Welt bereits wieder steigen. Das wird auch in Deutschland „zwangsläufig“ passieren, wenn es kälter und feuchter wird und sich das Leben wieder ins Landesinnere verlagert. Anders als in den Vorjahren sei eine große Zahl von Menschen geimpft oder genesen, aber wir hätten die Pandemie noch nicht beendet, warnte der Weltärztedirektor.

  • Veröffentlicht / aktualisiert:

  • Empfehlungen: 8

  • Veröffentlicht / aktualisiert:

  • Veröffentlicht / aktualisiert:

  • Empfehlungen: 4907

  • Veröffentlicht / aktualisiert:

  • Empfehlungen: 1

Die Ankündigung von Gesundheitsminister Lauterbach, im Herbst eine Maskenpflicht in Innenräumen zu ermöglichen, hat in Berlin unterdessen gemischte Reaktionen hervorgerufen. „Wir brauchen die Möglichkeit einer Maskenpflicht für den Herbst. Die medizinische Wirksamkeit bei der Infektionsprävention ist hinreichend belegt“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher Janosch Dahmen der Zeitung „Welt“.


Der weitere Handlungsbedarf hängt insbesondere von den Empfehlungen des Bundesexpertenrates für den Herbst ab. „Ich denke, der Sachverständigenrat und auch die Kommission zur Evaluierung des Infektionsschutzgesetzes werden im Laufe des Monats Juni ihre Berichte haben, dann werden wir als Koalition diskutieren und entscheiden, was zu tun ist“, sagte Dahmen. „Das Ziel sollte sein, dass wir direkt nach den Sommerferien eine Entscheidung treffen, um besser auf den kommenden Herbst und Winter vorbereitet zu sein.“

Das Infektionsschutzgesetz solle ohne unnötigen Alarmismus überarbeitet werden, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Tino Sorge (CDU). “Es sollte nicht zu einer Automatisierung werden, um in Grundrechte wie die 2G- oder 3G-Routine einzudringen.” Vielmehr sollten Bund und Länder anhand der Fakten entscheiden, welches Vorgehen angemessen ist.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *