Schweiz immer noch stark
Der Weltmeister gewinnt die dritte Etappe der Tour de Suisse
Jolanda Neff bleibt bei der dritten Etappe der Tour de Suisse der Frauen an der Spitze und rangiert zum dritten Mal unter den Top 10. Der Tagessieg geht an Weltmeisterin Elisa Balsamo aus Italien. Spitzenreiterin bleibt die Amerikanerin Kirsten Faulkner.
Veröffentlicht: 20.06.2022 um 18:30 Uhr
Auf den letzten Kilometern der 3. Etappe der Tour de Suisse lag Neff vom Start weg in Führung. Aber St. Gallen erreichte die Spitze nicht. Sprint auf Platz sieben, wie am Samstag beim Start. Im Zeitfahren am Sonntag wurde Neff sogar Sechster.
Dank des jüngsten Höchstergebnisses verbesserte sich der Mountainbike-Olympiasieger in der Gesamtwertung um einen Platz auf Rang fünf. Neff liegt noch 1:28 hinter Spitzenreiterin Kristen Faulkner, die erfolgreich ihr gelbes Trikot verteidigt.
Ein Podestplatz bei der Tour de Suisse ist für Neff noch möglich. Am Ende der Vier-Etappen-Route steht am Dienstag die knapp 100 km lange schwere Bergetappe von Chur nach Lenz. Neff wartet auf das Finale, da ihm das Gelände liegen soll. Den abschließenden sechs Kilometer langen Anstieg ins Mekka des Mountainbikens kennt sie seit ihrem Training.
Auch offensiv frei
Neben Neff zeigte auch Mountainbikerin Sina Frei auf den 124,2 km von Vaduz nach Chur ihre offensive Seite. Mit einem Angriff 55 km vor dem Ziel bildet der 24-Jährige eine Führungsgruppe von fünf Mann. Frei und die beiden verbleibenden Ausreißer sind nur drei Meilen vor der Ziellinie gefangen.
Elisa Balsamo, die herausragendste Fahrerin im Feld, hat sich den Tagessieg im Bergsprint gesichert. Die Italienerin gewann knapp vor der Französin Evita Muzic und der Deutschen Liane Lippert. Lippert stürzte wenige Kilometer vor dem Ziel, konnte die Führenden aber wieder einholen.
Krone auch bei Frauen
Wie bei den Männern in der vergangenen Woche gibt es nun auch die ersten Fahrerinnen, die positiv auf Corona getestet wurden. Nach jedem positiven Fall im Team zogen sich die Teams Andy Schleck und Ceratizit-WNT vor der Etappe vorsorglich komplett zurück. Auch zwei Schweizerinnen, Léna Mettraux und Fabienne Buri, sind vom Abgang betroffen. (SDA)