von. – 20.06.2022 16:21 (20.06.2022 16:24)
Österreich bestätigt geringe Zahl ausländischer Kämpfer in der Ukraine © AP Photo / Michal Dyjuk (Symbolbild)
Österreich hat die Ausreise einer kleinen Zahl einstelliger Personen in die Ukraine bestätigt. Russland hatte zuvor eine Liste mit etwa 7.000 mutmaßlichen Söldnern und internationalen Militärhelfern veröffentlicht.
Österreichischer Staatsschutz „Der DSN liegen derzeit Informationen über eine niedrige einstellige Zahl von Personen vor, die in das Kriegsgebiet gereist sind und voraussichtlich aktiv am Krieg beteiligt sein werden“, teilte das Außenministerium am Montag mit. Anfrage.
Russische Liste mit etwa 7.000 internationalen Kämpfern im Ukrainekrieg
Die Liste des russischen Verteidigungsministeriums nennt fünf österreichische Söldner (Stand: 17. Juni). Zwei von ihnen sollen gestorben sein, einer ging weg und zwei blieben in der Ukraine. Insgesamt umfasst die Liste fast 6.956 Söldner und Militärhelfer als Trainer aus 64 Ländern, die in der Ukraine angekommen sind. 1.956 starben und 1.779 verließen die Ukraine. Das „Main“ ist also Polen. Seit Beginn der „militärischen Sonderoperation“ sind nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums 1.831 Menschen in die Ukraine eingereist, von denen 378 gestorben und 272 nach Hause zurückgekehrt sind.
„Das DSN verfolgt die Lage seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs aufmerksam“, sagte Innenministeriumssprecher Harald Sörös. Die vorgelegten Zahlen und näheren Angaben zu diesen Personen könne das Ministerium nicht bestätigen, „insbesondere weil im Kontext bewaffneter Konflikte häufig bewusst Fehlinformationen verbreitet werden, um die Kompetenz staatlicher Institutionen zu schwächen oder in Frage zu stellen.“ Auch die Behörden seien “aufgrund von Ermittlungstaktiken und anderen rechtlichen Fragen” nicht in der Lage, weitere Einzelheiten zu nennen.
Die genaue Zahl der österreichischen Kämpfer im Ukrainekrieg ist unklar
Ein Vertreter einer Freiwilligenorganisation in der Ukraine, die den ukrainischen Staat bei der Rekrutierung ausländischer Soldaten unterstützt, sagte vergangene Woche gegenüber der APA, dass mindestens zehn Anträge österreichischer Akteure bearbeitet worden seien. Allerdings konnte er keine Auskunft darüber geben, wie viele Österreicher in den Krieg gezogen waren. Diese Informationen sind in einzelnen Einheiten verfügbar, erklärte er.