Wetter: 30.000 Blitze, Orkanböen und Starkregen am Donnerstag

30.000 Orkanblitze und -böen wurden am Donnerstag gemessen. Der Freitag beginnt regnerisch, aber dann gibt es sonniges Wetter.

In Zürich-Enge haben sich am Donnerstagabend grosse Pfützen gebildet. – nau.ch

Ankündigungen

das Wesentliche zusammengefasst

  • Donnerstag- und Freitagnacht gab es in der Schweiz Unwetter.
  • Regen, Hagel und Böen mit bis zu 129 Stundenkilometern wurden registriert.
  • Am Freitag ziehen die Wolken jedoch auf und es wird sonnig.

Das hatten die Wetterdienste angekündigt, und am Donnerstag breiteten sich schwere Unwetter über die ganze Schweiz aus. In der Nacht hat es geregnet, gehagelt und vor allem hat es noch heftig geblitzt. «SRF Meteo» warnte am Abend, die Fenster sollten geschlossen werden.

Am späten Nachmittag und Abend regnete es im ganzen Kanton Zürich stark. In Urdorf ZH war ein «ohrenbetäubender Donner» zu hören. In Zürich-Enge konnte die Kanalisation die Regenmenge nicht schnell genug aufnehmen. Es bildeten sich große Pfützen.

Blitze in Urdorf ZH kündigen den ersten Niederschlag an. – Nau.ch

Gemäss “MeteoNews Schweiz” fiel der meiste Regen in Kiesen BE. 20 Millimeter Niederschlag wurden in nur 10 Minuten und 30 Millimeter in 20 Minuten gemessen. Ajoie JU verzeichnete 19 Millimeter in 10 Minuten.

An einigen Orten kam es aufgrund starker Regenfälle zu Überschwemmungen, aber es ist unklar, ob Schäden entstanden sind. Im Kanton Schwyz ist ein Bach über die Ufer getreten. Die Hauptstrasse zwischen Pfäffikon und Freienbach wurde gesperrt.

Hagel nach Burgdorf am 30.06.2022. – Nau.ch

Auch die meisten der 29’000 Blitzeinschläge am Donnerstag- und Freitagmorgen wurden im Kanton Bern gesehen. Laut «MeteoNews Schweiz» waren es um Mitternacht knapp über 4000. Zürich mit etwas über 2000 und Jura mit 1440 folgten auf den Plätzen zwei und drei.

Am Nordhang der Alpen wurden Windböen von bis zu 86 Stundenkilometern gemessen. Im Tessin gab es auf dem Monte Cimetta sogar eine Orkanböe mit 129 Stundenkilometern. Mit 116,7 Stundenkilometern verzeichnete Locarno-Monti die zweitstärkste Sturmflut seit Messbeginn.

Haben Sie das Gefühl, dass es in der Schweiz mehr Unwetter gibt?

Aber das wurde am Freitag aufgenommen. In der Nacht verlagerten sich die Stürme immer mehr in die Südecke, auf der Alpennordseite regnete es nur noch viel.

Der Freitag bringt wieder besseres Wetter. Morgens ist es noch oft bewölkt, manchmal regnet es noch, im Tessin kann es zu Gewittern kommen. Am Nachmittag lichten sich die Wolken jedoch immer mehr und wir starten wohl sonnig ins Wochenende.

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