Wie aus 25 Airlines drei wurden

Kaum zu glauben, aber in den USA gab es einmal eine Planwirtschaft in der Luftfahrt. Deren Ende zur Pleite dutzender Fluggesellschaften führte, und am Ende kamen drei Marken ganz groß raus.

Wer nimmt Spirit? Tatsächlich hatte Frontier den Konkurrenten zuerst umworben. Dann zeigt auch Jetblue Interesse. Doch die gelbe Billigairline zeigte dem Neuen immer wieder ein kaltes Gesicht. Wie es ausgehen wird, ist noch nicht klar.

Wer auch immer den Zuschlag erhält, das Ziel ist klar: Die Big Four sollen einen schlagkräftigen neuen Konkurrenten haben. Es wäre die neue Nummer fünf in den Vereinigten Staaten hinter American, Delta, Southwest und United.

Der Amerikaner sammelt die Mehrheit unter sich

Es wäre ein weiterer Schritt in der Konsolidierung, die in den USA seit den 1970er Jahren stattfindet. Ein Blick auf die drei großen Traditionsfluggesellschaften Delta, American und United zeigt, wie sehr sich die Airline-Landschaft verändert hat: Die drei Airlines sind alles, was von den einst 25 übrig geblieben ist.

Die meisten Fluggesellschaften vereinen sich unter der heutigen American Airlines. Aus zwölf Marken ist nun eine geworden. TWA, Eastern Air Lines, Mohawk Airlines, US Airways, American West, Ozark, Air California, Piedmont, Reno, Pacific Southwest und Trump Shuttle gehören jetzt zur Fluggesellschaft.

Die größte Fluggesellschaft der Welt war geboren

Southern Airways, North Central Airlines, Northwest Airlines, Western Airlines und Northeast Airlines fusionierten zu Delta. Und United umfasst Continental, People Express, Texas International Airlines und New York Airways. Sowohl United als auch Delta erhielten Teile von Pan Am und National.

Der jüngste Schritt in dieser massiven Konsolidierung war die Fusion von American Airlines und US Airways im Jahr 2013, wodurch die weltweit größte Fluggesellschaft entstand. United und Continental waren zuvor fusioniert.

Die Planwirtschaft ist vorbei

Der Grund für diese massive Konsolidierung liegt jedoch Jahre zurück: der Airline Deregulation Act von 1978. Die Regierung von Präsident Jimmy Carter beschloss, die Luftfahrt im Land zu deregulieren und damit die Periode der zentralstaatlichen Wirtschaft zu beenden. Tatsächlich hatte bis dahin das Luftfahrtbundesamt CAB die Hoheit über Preise und Strecken.

Die Agentur sollte sicherstellen, dass alle Regionen des Landes gut bedient werden und die USA gut mit der Welt verbunden sind. Aber die Bearbeitungszeiten für neue Routen dauerten manchmal ewig, und manchmal kam doch nicht alles an. Beispielsweise beantragte World Airways 1967 die Durchführung von Billigflügen zwischen New York und Los Angeles. Das Civil Aeronautics Board brauchte sechs Jahre für die Bearbeitung, nur um den Antrag abzulehnen. Es ist veraltet.

Mehr als 100 Insolvenzen

Das Deregulierungsgesetz machte dem ein Ende. Allerdings machte dies in den folgenden Jahrzehnten auch dutzende Fluggesellschaften unrentabel. In der Folge gingen mehr als 100 Fluggesellschaften bankrott oder wurden übernommen.

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