Könnte dieses Jahr wegen Dürre ausfallen: Feuerwerk über dem Rheinfall. (Bild einer Bildagentur)
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Hitze und Trockenheit machen das traditionelle Feuerwerk am 1. August immer unwahrscheinlicher. Viele Kantone haben Böller bereits verboten. Ein Glücksfall für die Feuerwerksinitiative.
Normalerweise am 1. August leuchtet, leuchtet und strahlt der Himmel der Schweiz in den tollsten Farbtönen. In diesem Jahr ist das allerdings mancherorts schwer zu erwarten: Das traditionelle Feuerwerk zum Nationalfeiertag fällt vielerorts wegen der Hitzewelle aus. Aufgrund der Dürre und der Brandgefahr haben viele Kantone nicht nur Feuer verboten, zumindest im und am Wald, sondern auch das Zünden und Anzünden von Feuerwerkskörpern verboten.
Private Feuerwerke und Himmelslaternen sind in Schaffhausen und Glarus verboten, Feuerwerke im und am Wald sind im Aargau verboten. Alle drei Kantone befinden sich neu auf Gefahrenstufe 4. Auch in den Kantonen Thurgau und Uri sind Feuerwerke nicht erlaubt. Im Kanton Zürich haben erste Gemeinden das Anzünden von Feuerwerk und das Entzünden von Lagerfeuern verboten.
Da trotz der kurzen Schauer in dieser Woche in den kommenden Tagen keine Regenwahrscheinlichkeit mehr besteht, könnten sich auch andere Kantone und Gemeinden zu diesem Schritt entschliessen. Gemeinden können strengere Anforderungen an ihr Gebiet stellen als der Kanton.
Feuer und Feuerwerk sind derzeit nur in den Kantonen St. Gallen und den beiden Appenzell erlaubt. Warnungen zur Vorsicht gehen hier weiter.
„Die aktuelle Hitze spielt uns in die Hände“
„Ein ausgefallener Böller in Kombination mit der Dürre kann eine Existenz zerstören“, warnt Corinne Meister vom Volksbegehren „Für eine Beschränkung von Feuerwerk“ im Gespräch mit Blue News. So groß die Brandgefahr auch ist, für die Feuerwerksinitiative ist die Dürre, Hitzewelle und das damit verbundene Feuerwerksverbot auch ein Glücksfall.
Initiative zur Begrenzung von Feuerwerk
Die Volksabstimmung wurde im Mai lanciert und fordert «eine Schweiz ohne Feuerwerk» und «den Schutz von Mensch, Umwelt und Tieren». Laut der Initiative gehören Feuerwerkskörper „nicht zum Grundrecht der persönlichen Freiheit und genießen keinen Rechtsschutz“. Es ist „veraltet, sogar obsolet“, heißt es auf der Website.
«Ja, die aktuelle Hitze spielt uns in die Hände, viele Menschen freuen sich über die in einigen Kantonen bereits verhängten Feuerwerksverbote», sagt Meister, der Mitglied des Initiativkomitees ist. So gibt es beispielsweise in den sozialen Medien viele Stimmen, die sich über die Verbote freuen und ein „grundsätzliches Verbot“ von Feuerwerk fordern.
Die konkreten Anforderungen – das Verbot des Verkaufs und der Verwendung von lärmenden Feuerwerkskörpern mit Ausnahmen für nationale Veranstaltungen – sollten mit den bestehenden Verbotsverordnungen unterstrichen werden.
Fast 20.000 Unterschriften
Feuerwerk soll an allen Ecken und Enden verboten werden: «Es macht deutlich, wie schön Feste ohne Feuerwerkslärm sein können», sagt Meister gegenüber Blue News: «Viele, die sonst ins Ausland geflüchtet sind, können über die Ferien in der Schweiz bleiben.»
„Die Unterschriftensammlung entwickelt sich sehr positiv, wir stehen kurz vor dem Überschreiten der 20.000er-Marke“, berichtet Corinne Meister. Die vom Aargauer Hundetrainer und ehemaligen Journalisten Roman Huber initiierte Volksabstimmung soll ein Jahr nach ihrer Lancierung die erforderliche Stimmenzahl erreicht haben.
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