Wie man Gebäude energiesparend kühlt

In der Studie hat ein Team aus Klimaexperten und Technikern untersucht, wie der Stromverbrauch von Klimaanlagen und ähnlichen Kühlgeräten bis 2050 steigen wird und wo durch andere passive oder energiesparende Kühlmaßnahmen Strom eingespart werden könnte.

Verschiedene Szenarien

Unter Verwendung vorhandener Daten zur Gebäudekühlung, Klimadatensätzen und eines österreichischen Gebäudebestandsmodells entwarf das Forschungsteam mehrere Szenarien, die aus heutiger Sicht realistische Entwicklungspfade darstellen. Im Worst-Case-Szenario, dem „Worst-Case-Szenario“, werden die Österreicher laut Forschungsingenieur und Studienleiter Thomas Natiesta vom Austrian Institute of Technology bis 2050 fünf Terawattstunden Strom zur Gebäudekühlung verbrauchen. Zum Vergleich: 2020 lag dieser Verbrauch bei rund 0,5 Terawattstunden Strom.

Beschattung ist besonders wichtig

Werden die passiven Kühlmaßnahmen jedoch erweitert, lässt sich der Energieverbrauch deutlich reduzieren, erklärt Thomas Natiesta. „Die wichtigste bauliche Maßnahme wäre eine außenliegende Beschattung an den Fenstern. Ebenso wichtig wäre für die Gebäude eine Möglichkeit zur Nachtlüftung, damit viel Luft durch das Gebäude strömen und es abkühlen kann.“

Bei Neubauten könnten von vornherein Kühlmechanismen eingebaut werden, etwa aktivierende Komponenten, sagt Natiesta. Wasserleitungen werden in Zwischendecken verlegt. „Das ist wie bei einer Fußbodenheizung, in diesem Fall an der Decke.“ Dadurch kann das Gebäude mit geringem Energieverbrauch sehr effektiv gekühlt werden. Zum Beispiel, indem kaltes Wasser aus dem Boden durch Rohre gepumpt wird.

Altbau anders als Neubau

Werden diese und weitere Maßnahmen umgesetzt, ergibt sich laut Natiesta ein „Best Case“-Szenario für 2050: „Im besten Fall könnten wir tatsächlich weniger als eine Terawattstunde Strom pro Jahr für kühle Gebäude haben.“ respektierte

In der Praxis stehen Sie je nach Gebäude vor unterschiedlichen Herausforderungen. Bei Neubauten lassen sich Außenjalousien theoretisch problemlos anbringen, bei denkmalgeschützten Altbauten wird es jedoch schwieriger. Die Studie hat aber gezeigt, dass ältere Gebäude auch kältetechnisch Vorteile haben. Sie haben oft kleinere Fenster und dickere Wände, die, da sie teilweise nicht isoliert sind, auch nachts die Wärme besser abführen können.

Neubauten zur Kühlung ausrichten

Gut gedämmte Neubauten mit großen Glasfassaden sind auf geringen Heizwärmebedarf ausgelegt, aber meist nicht auf gute Sommerkühlung. Eine Möglichkeit, dies zukünftig zu ändern, besteht darin, Fördermittel an energiesparende Kühlmaßnahmen zu koppeln.

Die Studie wurde im Auftrag des Klima- und Energiefonds durchgeführt und umfasste neben dem Austrian Institute of Technology auch das Energieinstitut der Johannes Kepler Universität Linz und das Institut für Energiesysteme und Elektrische Antriebe der TU Wien . .

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