von. – 30.06.2022 10:54 (30.06.2022 20:05)
Die Familie soll auf einem Mietschiff auf der Neuen Donau (Wien) gewesen sein. © APA / HERBERT NEUBAUER (Symbolbild)
Schreckliche Nachricht aus der Neuen Donau in Wien-Donaustadt: Dort sei am Mittwoch ein Mann untergegangen und nicht wieder aufgetaucht, berichtete die Wiener Polizei am Donnerstag. Früher soll der Sohn ins Wasser gesprungen sein und Anzeichen von Erschöpfung gezeigt haben, und weder Vater noch Mutter hätten es geschafft, ihn wieder auf das Boot zu bringen.
Die Wiener Feuerwehr zog den 43-jährigen Mann aus dem Wasser. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn ins Krankenhaus, er starb jedoch während der Rettungsaktion, wie die Wiener Landespolizeidirektion in einer Aussendung mitteilte.
Wien-Donaustadt: Der Mann fuhr zur Neuen Donau hinab
Der Mann soll neben einem Boot geschwommen sein, während sich der Sohn (5) ins Wasser stürzte. Das Kind soll schnell Erschöpfungserscheinungen gezeigt haben, weshalb die Mutter (38) ins Wasser sprang. Allerdings sollen die Eltern es versäumt haben, das Kind oder sich selbst wieder auf das Boot zu bringen. Zeugen retteten Frau und Kind, doch der Mann sank auf der Neuen Donau in Wien-Donaustadt.
Mann in der Neuen Donau vermisst – Feuerwehr Wien im Einsatz
Ein großes Notfallteam suchte nach dem Mann. Nur die Wiener Feuerwehr rückte mit sieben Fahrzeugen, Hubschraubern und 34 Mann aus, von denen neun voll ausgebildete und ausgerüstete Taucher waren. Diese Taucher zogen den Mann schließlich aus dem Wasser. „Wir haben den Mann der Familie nach zehn Minuten intensiver Recherche mit einer maximalen Sichtweite von 1,5 Metern in sechs Metern Tiefe gefunden“, sagte Christian Feiler, Sprecher der Berufsfeuerwehr Wien, der APA. Die Stelle war etwa 40 Meter von der Stelle entfernt, an der der Mann gesunken sein soll.
Auf dem Weg zum Ufer, im Boot der Feuerwehr, hatten die Reanimationsmaßnahmen des 43-Jährigen begonnen. Der 43-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber des Typs „Christophorus 9“ in ein Krankenhaus gebracht, starb jedoch während der Rettungsaktion. Frau, Kind und ein Helfer wurden mit Erschöpfungssymptomen und Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht.
Feuerwehrleute riefen die Alte Donau in Wien an
Nur wenige Stunden später mussten die Einsatzkräfte übrigens mit einem Großaufgebot wieder abreisen. Gegen 22.30 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr zur Alten Donau im Bereich Romawiese gerufen. Ein Mann habe Alarm geschlagen, weil ein Freund „ins Wasser gegangen“ sei, sagte Feiler. “Wir haben tatsächlich über eine Stunde lang alles abgesucht, auch mit 34 Mann und neun Tauchern im Wasser, aber wir haben niemanden gefunden.”