Wien sieht „horrende Kosten“ durch die StVO-Novelle

von. – 02.06.2022 14:03 (akt. 02.06.2022 14:03)

Der Wiener Gemeinderat kritisiert die neue StVO-Novelle als unpraktisch für die Großstadt. © APA / GEORG HOCHMUTH (Symbolbild)

Der Wiener Gemeinderat bezeichnet eine Reihe von Projekten in der geplanten Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) als „für eine Millionenstadt nicht realisierbar“ und weist auf die „horrenden Kosten“ hin, die ihnen bevorstehen.

Für die Prüfung und Umsetzung aller Maßnahmen wären laut Wiener Gemeinderat mehr als 130 Millionen Euro nötig. Mit der generellen Erlaubnis, in Begegnungszonen auf die eine oder andere Weise Rad zu fahren, ist auch die Verkehrssicherheit gefährdet.

Wien sieht “horrende Kosten” der neuen StVO-Novelle

Wien. „Die Maßnahmen der StVO-Novelle können in ländlicheren Gegenden und kleineren Städten problemlos umgesetzt werden. In Wien haben wir viele Straßen und Kreuzungen, an denen das Radfahren in eine Richtung wirklich gefährlich wird, weil die Straßen zu eng sind und ein hohes Verkehrsaufkommen herrscht. auch Busse”, sagte Markus Raab, Leiter der MA 46.

42 Prozent der Wiener Einbahnstraßen sind für Radfahrer geöffnet

42 Prozent des gesamten Wiener Einbahnstraßennetzes sind für Fahrräder gegen Einbahnstraßen geöffnet, die restlichen 433 Straßenkilometer sollen inspiziert werden. Zahlreiche Straßen mit Fahrbahnbreiten von drei bis 3,25 Metern seien zu eng, wurde darauf hingewiesen. Es gäbe weniger Platz für Fußgänger und rund 100.000 Parkplätze würden wegfallen.

Es ist teuer, das Sichtfeld zu vergrößern, um an Kreuzungen frei zu bleiben

Die geplante Verpflichtung, den Sichtbereich an Kreuzungen von fünf auf acht Meter zu erhöhen, wäre mit erheblichen Kosten verbunden: In Wien wären rund 5.500 Kreuzungen betroffen, wobei jeweils zusätzliche Kosten von 5.000 bis 40.000 Euro für Sperrzonen, Poller und Personalkosten vorgesehen wären . Es gibt auch 2.397 Bäume in den betroffenen Gebieten. „Diese und zahlreiche Büsche sollten bereinigt werden“, teilte die Stadt mit.

Die StVO-Novelle soll genutzt werden, um Beschränkungen der Zufahrt zum Raum Wien zu regeln

Die Stadt, die derzeit ein Modell für eine verkehrsberuhigte Innenstadt mit kamerabasierter Zugangsüberwachung entwickelt, fordert, dass die StVO-Novelle auch genutzt wird, um eine automatische Nachverfolgung von Verkehrsbeschränkungen für den Zugang zum Areal in Wien zu ermöglichen. Damit würde ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und zur Steigerung der Lebensqualität geleistet. Diese Systeme wurden bereits in Städten wie Bologna, Turin und Dubrovnik erfolgreich getestet. „Zur Umsetzung ist aber schnell eine Änderung der Verkehrsordnung nötig.“

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