Die Wiener Börse notierte am Dienstagmittag deutlich im Minus. Gegen 12:00 Uhr verlor der ATX 1,01 Prozent auf 3.327,82 Punkte. Der ATX Prime fiel um 0,93 Prozent auf 1.669,97 Punkte.
Helaba-Experten schreiben, dass die Inflation erneut als Problem aufgefallen sei. Bereits am Montag stiegen die Erwartungen einer stärkeren Straffung der Geldpolitik nach Kursdaten aus Deutschland und Spanien deutlich an.
Am Dienstag wurde bekannt, dass die Inflationsrate in der Eurozone im Mai auf 8,1 Prozent gestiegen ist. In Österreich lag die jährliche Inflationsrate laut einer Schnellschätzung der Statistik Austria im Mai bei 8,0 Prozent.
Die EU-Staaten haben sich am Montag auf ein sechstes Sanktionspaket geeinigt. Dazu gehört auch ein partielles Ölembargo gegen Russland. Die Entscheidung führte zuletzt zu einem deutlichen Anstieg des Ölpreises, was sich wiederum positiv auf die OMV Aktie auswirkte, die um deutliche 1,9 Prozent zulegte.
Strabag konzentrierte sich nach den Quartalszahlen. Österreichs größter Baukonzern hat seine Bauleistung im ersten Quartal dieses Jahres in einem schwierigen Marktumfeld deutlich gesteigert. Dank des günstigen Bauklimas stieg der Wert gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro und erreichte damit das Niveau von 2019, also vor der Pandemie, wie das Unternehmen mitteilte. Die Aktien fielen jedoch um fast 0,9 Prozent.
Aktien schwerer Banken fielen am Dienstag erneut, nachdem sie am Vortag deutlich zugelegt hatten. Raiffeisen verlor 2,4 Prozent, die Bawag weniger als 2,2 Prozent. Die Erste Group verlor 1,3 Prozent.
Die stärksten Zuwächse im ATX Prime verzeichneten Palfinger und EVN mit jeweils rund zwei Prozent. Am anderen Ende der Preisliste gaben voestalpine und Immofinanz jeweils rund drei Prozent nach.
spo / dt
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