Wirtschaft: Aktien Wien Fazit: BAWAG und Erste Group klar dafür

WIEN Der Leitindex wurde vor allem durch das Wachstum der stark gewichteten Banken Erste Group und Bawag sowie Ölaktien getrieben. Die BAWAG gewann 1,4 Prozent und die Erste Group 1,5 Prozent. Die Aktionäre der Raiffeisen Bank International mussten dagegen ein Minus von 0,3 Prozent hinnehmen. Zuvor hatte die Raiffeisen-Aktie in einem vorsichtigen Umfeld als Reaktion auf positive Quartalszahlen um 4,5 Prozent zugelegt.

Trotz niedriger Rohölpreise waren auch die Ölwerte positiv. Die Aktien des niederösterreichischen Ölfeldzulieferers Schoeller-Bleckmann legten um 2,4 Prozent zu. OMV Aktien legten um 0,6 Prozent zu. Im Technologiesektor stiegen die Aktien von AT&S um 3,8 Prozent.

Aktien von Stromanbietern waren tief im Minus. Verbund-Aktien verloren kräftig um 3,2 % und die EVN-Aktie um 1,8 %.

Auch auf Unternehmensebene zog Lenzing mit einer Zahlenpräsentation die Aufmerksamkeit der Akteure in Wien auf sich. Steigende Kosten für Energie, Rohstoffe und Logistik haben die Geschäftsentwicklung des oberösterreichischen Textilkonzerns Lenzing im ersten Halbjahr negativ beeinflusst. Das Periodenergebnis reduzierte sich um rund ein Viertel auf 72,3 Millionen Euro.

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Analysten der Erste Group schrieben in einer ersten Einschätzung von leicht verfehlten Prognosen. Die Baader Bank hingegen bewertete den Umsatz im zweiten Quartal besser als erwartet. Nach Verlusten über weite Strecken des Tages schloss die Lenzing Aktie 0,9 Prozent im Plus.

Auf Analystenseite berichtete Raiffeisen Research über Palfinger und AMAG. Experten senkten das Kursziel für die Palfinger-Aktie von 33 auf 31 Euro. Die Kaufempfehlung wurde aufgrund der aktuellen Halbjahreszahlen des Kranherstellers bekräftigt. Allerdings schloss die Palfinger-Aktie den Tag mit einem satten Abschlag von 3,3 Prozent auf 25,00 Euro.

Auch das Kursziel für die AMAG-Aktie wurde von 38,50 € auf 36,0 € gesenkt. Die neutrale Anlageempfehlung „Halten“ wurde unverändert beibehalten. Papiere der Aluminiumgruppe verzeichneten ein Plus von 0,6 Prozent auf 32,50 Euro.

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