Heute ist das Haus sehr beliebt, nicht nur bei Bewohnern, sondern auch bei Immobilienentwicklern, die beim Verkauf oder Umbau von Immobilien große Chancen darin sehen. „Es ist ratsam, bei Bauverhandlungen auf Dienstbarkeiten hinzuweisen“, sagt Rechberger. Nachbarn könnten in Sicht Einwände erheben. Wenn es gebaut wird, sollte es im Stil eines Hauses gemacht werden.
Über die Sünden des Bauens
Allerdings kam es und kommt es immer noch zu Baufehlern, wie Thomas Feiger, Präsident des Wiener Hüttenverbandes, sagt. “Es hat sich einfach so ergeben, dass ein Gutsbesitzer seine Leibeigenschaft gekauft hat”, sagt Feiger. An der Außenseite der Villen wurden Aufzüge hinzugefügt, die ihr Erscheinungsbild erheblich verändern. Das Bauen von Grünflächen sei aber nach wie vor ein Verstoß gegen den Gründungsgedanken und eine Missachtung anderer Eigentümer, schreibt Erich Stöger im Buch „Das Wiener Cottage. Der Traum vom gesunden Leben“.
Das Ganze schützen würde helfen
Wie kann dies in Zukunft verhindert werden? Indem das Hüttenviertel unter nationalen Schutz gestellt wird, sagt Caroline Jäger-Klein, Architekturprofessorin an der Technischen Universität Wien, beim Symposium zum 150-jährigen Bestehen des Hüttenvereins. Das sind keine einzelnen Gebäude, sondern das Ganze. Sie empfiehlt die Einrichtung eines Gestaltungsbeirats, der bestimmte Änderungen am Cottage Quarter und direkte Um- und Anbauten genehmigen soll.