Wohnüberbauung in Hüttikon: Rekordkindersegen löscht Gemeinde Zürich aus

Die flächenmässig kleinste Gemeinde des Kantons Zürich kämpft mit einem ungewöhnlich starken Bevölkerungswachstum. Das alte Dorf mit 700 Einwohnern wuchs vor sieben Jahren um fast ein Drittel, als in sieben Jahren 64 Einfamilienhäuser gebaut wurden. Das hat der Gemeinde einen regelrechten Kindersegen beschert: Fast ein Viertel der in Hüttik lebenden Menschen sind mittlerweile zwischen 0 und 14 Jahre alt, die Spitzenposition im Kanton Zürich (Statistik: Lebendgeborene in der Schweiz).

In Bezug auf die Infrastruktur ist dies eine Herausforderung.

Es war klar, dass die Bevölkerung mit der neuen Siedlung massiv wachsen würde. Und dass vor allem Familien auch in neue Einfamilienhäuser ziehen würden. «Aber bei all unseren Szenarien haben wir nicht mit so vielen Kindern gerechnet», sagt Bürgermeisterin Beatrice Derrer (SVP). Es sind nicht nur viele Familien mit Kindern hierher gezogen, sondern es sind inzwischen auch viele neue Kinder geboren worden. Verjüngung sei grundsätzlich gut für die Gemeinde, sagt der Bürgermeister. „Aber wenn es um die Infrastruktur geht, ist das auch eine Herausforderung.“

Erhöhte Schulkapazität – und Steuersatz

Auch die Primarschule Dänikon-Hüttikon hat sich durch die vielen Neuzugänge stark verändert. Etwa 80 weitere Kinder seien hinzugekommen, sagt Direktor Markus Eschenlohr. Es musste ein Erweiterungsbau erfolgen und der Steuersatz von 50 auf 59 Prozent erhöht werden.

Es fiel auf, dass die Neuankömmlinge urbaner waren und von vornherein Angebote wie Kita nachgefragt hatten: Die Finanzierung der außerschulischen Betreuung und des Mittagessens war durch diese veränderte Situation finanziell nur langfristig gesichert, da die indigene Bevölkerung eher skeptisch gegenüber diesen Angeboten.

Ich war mir nicht sicher, ob dieses Angebot lange Bestand haben würde.

Mit dem enormen Wachstum ist in der kleinen Gemeinde Hüttikon auch eine neue Kita entstanden, in der auch mit Kindern Englisch gesprochen wird. „Ich war mir nicht sicher, ob dieses Angebot lange halten würde“, sagt CEO und Gründerin Sophia Kéki. Aber der Kindergarten wurde eingerichtet und nun kümmern sich hier auch die Eltern der umliegenden Dörfer um ihre Kinder.

Hüttikon wurde im Laufe der Zeit zu einem Kinderdorf. Allerdings scheint der Höhepunkt erreicht zu sein, der Kindergarten wurde bereits auf eine Klasse reduziert, weil es weniger Kinder gibt, die direkt nach dem Umzug in die neue Siedlung aufsteigen.

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