Zadic: EU-weite Regulierung des Oligarchenvermögens „sinnvoll“

Justizministerin Alma Zadic fordert die Normalisierung von Strafen und Straftaten. Die EU-Justizminister werden das Thema am Donnerstag erörtern, aber es wurde noch keine Einigung erzielt.

Justizministerin Alma Zadic (Grüne) bezeichnete den Vorschlag der EU-Kommission, das Vermögen russischer Oligarchen leichter einziehen zu lassen, als “sehr sinnvoll”. „Aufgrund uneinheitlicher Regelungen in ganz Europa kann es zu Lücken kommen“, betonte Zadic am Donnerstag vor einem Treffen mit seinen EU-Kollegen in Luxemburg. Daher sei es notwendig, das Straf- und Verbrechensniveau zu standardisieren, forderte er.

Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, die Umgehung von Sanktionen zu einem EU-weiten Verbrechen zu machen. Demnach haben kremlnahe russische Milliardäre bisher Sanktionen umgangen, indem sie Yachten in internationale Gewässer einführten oder Vermögenswerte an andere Eigentümer übertrugen.

Die EU-Justizminister werden am Donnerstag beraten

Die EU-Justizminister werden am Donnerstag darüber beraten, aber es wurde noch keine Einigung erzielt. „Du wirst an vielen Schrauben drehen müssen“, sagte Zadic. Gleichzeitig sei sie überzeugt, „dass es auch in dieser Frage eine gewisse Konvergenz geben wird“.

Laut DPA zeigte sich auch Bundesjustizminister Marco Buschmann offen dafür, russische Oligarchen zu enteignen und deren Vermögen für den Wiederaufbau der Ukraine einzusetzen. Es muss zwischen staatlichem und privatem Eigentum unterschieden werden. Bei Privatvermögen besteht die Möglichkeit, das Vermögen zu „skimming“. Voraussetzung ist, dem Gericht nachzuweisen, dass die Verdächtigen an Kriegsverbrechen oder illegalen Kriegen beteiligt waren.

Bei der Sitzung zum Umweltstrafrecht soll es eine Teileinigung geben. „Wir sehen, dass es zwar einige Ankündigungen gibt, aber nur sehr wenige Anklagen und noch weniger Verurteilungen“, sagte Zadic. Deshalb muss auf „europäischer Ebene“ gehärtet werden.

(APA)

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