ZiB muss auf Fans warten, um Gabalier im ORF zu feiern

Bei der großen „Schlagerstrandparty“ zog erneut die Elite der Szene vorbei. Aber eindeutig gab es einen Stern der Nacht.

Matthias Reim, Beatrice Egli und auch Jürgen Drews: Wenn Florian Silbereisen einlädt, sind sie alle dabei. Und sei es nur, um wie der „König von Mallorca“ das Ende seiner Karriere anzukündigen.

Doch das Gelsenkirchener Publikum scheint nur einen Mann zu erwarten: “Volksrock’n’Roller”. Noch bevor Andreas Gabalier die Bühne betrat, sangen die Zuschauer mehrmals die Melodie „Hulapalu“.

Fans ertranken Silbereisen

Kurz vor Schluss betrat er ganz in Schwarz gekleidet die Bühne. Doch vom Erfolg des Wohlfühlens ist nichts zu spüren. Gabalier stimmte mit einigen eher nachdenklichen Tönen von “It’s time” zu. Obwohl auch diese Darbietung von den Fans bejubelt wurde, wollte das Publikum es nicht so einfach auf sich beruhen lassen.

Nach fast fünfminütigem Erscheinen versuchte Silbereisen, ein kurzes Gespräch mit dem Hufrocker zu führen. Kaum möglich! Denn immer wieder war das bekannte Jodel von Gabalier im Publikum zu hören.

Irgendwann machte er Silbereisen auch klar, dass sein Gast eine Zugabe geben müsse. Seine Worte: “Dann gibt’s bei Andreas ganz viel Hulapalu!” Kleines Problem an der Sache: Eigentlich müssten die „Alltagsausgaben“ in der ARD und die „Zeit im Bild“ im ORF schon lange in Betrieb sein. Schlager-Fans war das natürlich völlig egal.

Das Publikum wollte ihn nicht gehen lassen

Natürlich stimmte Gabalier mit ein und begann mit der Zugabe, aber wieder gab es kein „Hulapalu“. Los ging es mit „Damn long ago“ und einem spektakulären Feuerwerksschloss. Kurz darauf setzte er seinen ersten Hit fort: „I sing a Liad für di“. Auf der Bühne wehten derweil rot-weiß-rote Fahnen.

Nachdem der Volks-Rock’n’Roller seine Fans für einige Minuten zum Explodieren gebracht hatte, war es endlich soweit und der wohl bekannteste Schlagerjodel erklang: „Hodiodiodiodie“.

Nach sechs Minuten war es tatsächlich schon wieder vorbei. Der Plan ging nicht ganz auf, weil die Öffentlichkeit Gabalier NOCH wollte. Obwohl die Musik längst heruntergekommen ist, sang das Publikum weiter und sang die Strophe noch einmal. Auch als Gabalier „Vielen Dank“ rief und die Show beenden wollte, hörte der Chor im Theater nicht auf. Silbereisen stimmte mit ein, animierte das Publikum zum Mitsingen und bat Gabalier sogar um eine weitere Zugabe! Nach mehr als 15 Minuten Folk-Rock’n’Roll ertönten endlich die Neuigkeiten.

Nav-Account slo Zeit10.07.2022, 10:41 | Akt: 10.07.2022, 10:41

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