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Durch Brexit und die Krone sind die Zollanmeldungen in Österreich zuletzt um 70 Prozent gestiegen. Der Ukrainekrieg prägt auch den Außenhandel: Viele Unternehmen stellen den Handel mit Russland aus ethischen Gründen ein.
24.06.2022 07.07
Ab heute, 7.07 Uhr online
Der Europäische Tag des Zollrechts wird seit 34 Jahren begangen und wird derzeit in Graz begangen; ein Expertentreffen zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Auf dieser Konferenz wurde die Zollbilanz für 2021 vorgestellt.
Fast sieben Millionen Zollanmeldungen
Im vergangenen Jahr wurden in Österreich fast sieben Millionen Zollanmeldungen abgegeben. Ein neuer Rekord, der auf zwei Faktoren zurückzuführen ist, sagt Heike Fetka-Blüthner, Leiterin des österreichischen Zollamts mit Sitz in Graz: „Zum einen aufgrund des Brexits vom 1. Jänner. 2021 – Großbritannien verlässt die Europäische Union – und ab dem 1. Juli 2021 entfällt auch die Befreiung von der Einfuhrumsatzsteuer für Kleinsendungen im E-Commerce-Bereich ab 22 Euro. Und das hat zu einer 70-prozentigen Steigerung der Zollanmeldungen geführt.“
Daher müssen für jedes aus einem Drittland wie China oder den USA bestellte Produkt Zölle bezahlt werden. Laut Fetka-Blüthner hat der E-Commerce durch Corona stark zugenommen: Er macht bereits ein Drittel der Zollanmeldungen aus. Aufwärtstrend. Der Vorstand rechnet in diesem Jahr mit neun Millionen Zollanmeldungen.
Kein allgemeines Embargo
Der Krieg in der Ukraine präge auch den Außenhandel, sagt WKO-Zollexperte Christian Haid: „Wegen der sechs Sanktionspakete kann nicht alles geliefert werden. Zwar gibt es kein generelles Embargo und es gibt noch Ausnahmen für Altverträge, aber in der Praxis ist es für Unternehmen sehr, sehr schwierig, diese Vorschriften und Regelungen umzusetzen.“
Foto Fischer Von links: Lothar Harings, Heike Fetka-Blüthner und Christian Haid
Habe ich noch die Erlaubnis, mit Russland Geschäfte zu machen? Laut dem Präsidenten des European Foreign Trade Forum, Lothar Harings, ist dies ein wichtiges Thema der Konferenz.
Nicht nur Politiker verhängen Sanktionen, „auch die Unternehmen selbst sind gezwungen, sie umzusetzen und deshalb kann die Entscheidung des Unternehmens über den gesetzlichen Rahmen hinausgehen und man kann sagen, dass wir noch größere und höhere Maßstäbe setzen.“ intern und wir können das überprüfen im Augenblick “. Der Experte ist überzeugt, dass in Zukunft mehr Unternehmen eine wertorientierte Handelspolitik verfolgen werden.