Zu wenig Wachen für Verhandlungen

Etwas überrascht waren die Juroren, als sie den Brief von Cornelia Leitner erhielten. Der Leiter der Justizvollzugsanstalt Feldkirch rief um Hilfe: Aufgrund des Personalmangels in der Justizvollzugsanstalt sei es nicht mehr möglich, die Häftlinge täglich als Angeklagte oder Zeugen zu einem Prozess vor Gericht zu begleiten.

An einem Tag in der Woche gibt es keine Sorgerechtsfälle

Die Justiz solle diese Haftfälle nach Möglichkeit nicht ankündigen, um sie mindestens an einem Tag in der Woche anzuhören, sagt Leitner: „Das gilt nicht für alle Haftfälle, sondern nur für geplante Verhandlungen. Hauptpublikum und das betrifft nur einen Tag in der Woche.“ . befristet auf drei Monate “.

Personalabgang: Es sind acht Stellen vakant

Das sei notwendig, weil immer mehr Gefängniswärter ihre Jobs aufgeben und beispielsweise private Sicherheitsfirmen in Vorarlberg, aber vor allem in Liechtenstein und der Schweiz anheuern, sagt Leitner: „Wenn wir berücksichtigen, dass es in der freien Marktwirtschaft mittlerweile existiert Werden sehr hohe Nettolöhne geboten, kombiniert mit einer Vier-Tage-Woche, dann kann man sich vorstellen, dass Schichtarbeit und Rotationsarbeit, wie sie im Gefängnis benötigt werden, für viele Arbeitnehmer wenig attraktiv sind.“ Laut Leitner sind deshalb derzeit acht Stellen in der Justizvollzugsanstalt unbesetzt.

ORF Vorarlberg Gefängniswärter unter Personalmangel wegen Privatsektormigration und Covid-Segregation

Die Quarantäneisolation nimmt zu

Zudem setzt die Corona-Pandemie auch die Gefängniswärter unter Druck. Der aktuelle Anstieg der Infektionszahlen macht sich auch beim Vollzugspersonal zunehmend bemerkbar. Rund sieben Prozent der Belegschaft befinden sich laut Leitner derzeit in Quarantäne, Tendenz steigend.

Daher das bereits erwähnte Schreiben an das Gericht: „Denn ich muss damit rechnen, dass ich ab September noch mehr Trennungen habe, wenn alle, die aus den Ferien zurückkommen, kommen und die Schulen wieder arbeiten“, sagt Leitner. Leider haben wir wegen der Pandemie immer noch nicht immer alle Leute, die einen Platz bei uns besetzen, im Wechsel“.

Bund in der Personalpolitik gefordert

Den Personalmangel zu stoppen, sei nun Aufgabe der Bundespolitik, sagt Leitner. Sie will, dass Regierungsvertreter auf steigende Immobilienpreise und die hohen Lebenshaltungskosten mit an den öffentlichen Dienst angepassten Löhnen reagieren: “Wenn die Löhne steigen, ist es eine gute Möglichkeit, die Arbeit wieder zu erledigen.” Realität spätestens bei den nächsten offiziellen Gehaltsverhandlungen, die im Herbst beginnen.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *