„Nach Schließung der Reihen werden die Zuckerrüben in regelmäßigen und wöchentlichen Abständen erneut auf einen Befall mit Blattkrankheiten kontrolliert“, so die Karlsruher Expertin vor ihrem Praxistipp.
Das derzeit feuchtwarme Klima birgt ein hohes Infektionsrisiko durch Pilzkrankheiten wie Cercospora. Die Schadschwelle für Cercospora liegt bei 5 % der befallenen Blätter Ende Juli bei der ersten Behandlung.
Zur Bestimmung des Kontrollwertes wird ein Blatt des Zentralblattapparates an 100 zufällig ausgewählten Stellen im Freiland auf Befall untersucht. Ein Blatt gilt als befallen, wenn es von mindestens einem Erreger (Cercospora, Echter Mehltau, Zweig oder Dotter) befallen ist. Kontrollieren Sie am besten die Umgebung der Felder, auf denen 2021 Zuckerrüben angebaut wurden.
Praxistipp: Eine rechtzeitige Erstbehandlung ist für den Behandlungserfolg besonders wichtig. In diesem Jahr erteilte das BVL mehrere Notfallzulassungen, darunter Propulse, Diadem, Panorama und die Kupfermittel Coprantol Duo, Cuproxat, Yukon und Funguran Progress.
Kupfermittel sind Kontaktmittel. Für die erste Behandlung empfehlen wir Propulse mit 1,2 Liter/ha. Zur Schonung der eingesetzten Wirkstoffe ist unbedingt ein Kontaktmittel als Mischungspartner zu verwenden, wie z. B. Funguran Progress 1,25 kg/ha.
WICHTIG: Beachten Sie die Konditionen der einzelnen Fonds. Beispielsweise können Kupfermittel erst nach einer Anbaupause von mindestens drei oder vier Jahren wiederverwendet werden!
(Kreisinformation Karlsruhe 24.06.2022)
LTZ Augustenberg